Erstmals wird die Universität Innsbruck dabei als beste österreichische Universität bewertet. In dem am Donnerstag veröffentlichten Hochschulranking belegt die Universität Innsbruck weltweit Rang 187 und ist damit die beste Universität Österreichs. Mit der Universität Wien auf Platz 195 ist nur eine weitere österreichische Hochschule unter den Top 200 Universitäten vertreten. „Es ist ein großer Erfolg für die Universität Innsbruck, dass wir unter den weltweit besten 200 Universitäten sind“, sagt Karlheinz Töchterle, Rektor der Universität Innsbruck. „Besonders erfreulich ist dabei, dass wir die beste österreichische Universität sind. Das Ranking spiegelt das wider, was sich in den vergangenen Jahren immer häufiger angedeutet hat: Die Universität Innsbruck ist in Österreich top und wird auch international wahrgenommen. Verantwortlich dafür ist natürlich die gute Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Lehre und Forschung, die unter nicht immer ganz einfachen Rahmenbedingungen eine international konkurrenzfähige Arbeit leisten.“Grundlage für das Ranking ist ein differenziertes Beurteilungssystem, in dem Lehre, Forschung und der internationale Ruf der Universitäten bewertet werden. Die Uni Innsbruck ist zudem eine der internationalsten Universitäten der Welt. In der Kategorie „International Mix“, der das Zahlenverhältnis von ausländischen zu inländischen Studenten bzw. Wissenschaftern misst, liegen die Tiroler - hinter der ETH Lausanne und der London School of Economics - weltweit auf Platz drei. Konkret hat die Uni Innsbruck bei den Studenten einen Ausländer-Anteil von rund 32 Prozent, was fast ausschließlich auf Studierende aus Südtirol und Deutschland zurückgeht. An der Uni Wien sind etwa 22 Prozent der Studenten Ausländer.Besonders gut schneidet die Universität Innsbruck bei der Forschungsleistung ab, nämlich wie häufig heimische Forschungsarbeiten von anderen Wissenschaftlern zitiert werden. Das Hochschulranking zeigt aber auch strukturelle Probleme auf: Eine immer größere Zahl von Studierenden muss unter gleich bleibenden räumlichen und personellen Ressourcen betreut werden, und die öffentliche und wirtschaftsnahe Förderung der universitären Forschung in Österreich hinkt im internationalen Vergleich stark nach. „Ob wir diese gute Platzierung halten oder auch noch ausbauen können, wird deshalb davon abhängen, ob die gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für die österreichischen Universitäten in den nächsten Jahren nachhaltig verbessert werden. International wird hier deutlich mehr investiert. Sollten die Budgeteinsparungen wie geplant auch für die Hochschulen kommen, dann werden wir künftig geringe Chancen haben, international erfolgreich zu sein“, so Töchterle.