Sonntag, 29. Januar 2017

Innsbruck: Polizei gibt Details zum tödlichen Feuer bekannt

Ein schreckliches Feuer in der Innsbrucker Defreggerstraße hat am Samstag das Leben einer 84-Jährigen gefordert. Eine junge Frau trug schwerste Verletzungen davon. Sie wird in der Uniklinik Innsbruck intensiv behandelt.

Als die Wehren eintrafen, stand die Wohnung der Frau bereits in Vollbrand. - Foto: Zeitungsfoto.at/APA
Als die Wehren eintrafen, stand die Wohnung der Frau bereits in Vollbrand. - Foto: Zeitungsfoto.at/APA - Foto: © APA

Wie berichtet, war das Feuer am späten Vormittag in einem Gebäude im Innsbrucker Stadtteil Pradl, in der Nähe des Rapoldi-Parks, ausgebrochen. In dem Wohnhaus lebten herkömmliche Mieter als auch Studenten.

Eine 84-Jährige aus Innsbruck konnte nur noch tot aus dem Gebäude geborgen werden, fünf junge Menschen wurden zudem verletzt. Während vier mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in die Uniklinik eingeliefert worden waren – doch schon bald wieder entlassen werden konnten –, hatte sich das sechste Brandopfer – eine junge Frau – schwerste Verletzungen zugezogen. Die Frau wurde noch am Samstag einer Operation unterzogen und wird nun intensiv in der Klinik behandelt. Nähere Informationen zu ihrer Person sind noch immer nicht bekannt.

Feuer brach in Küche aus

Wie die Polizei in einer Aussendung am Sonntagmorgen mitteilt, konnte bisher geklärt werden, dass das Feuer in der Küche der 84-jährigen verstorbenen Frau, offenbar im Bereich des dortigen Esstisches, seinen Anfang genommen hatte. Eine technische Ursache für den Brand könne man ausschließen.

Das Feuer breitete sich von der Küche sehr intensiv über die ganze Wohnung bis in das Stiegenhaus aus. Über eine Holzveranda gelangten die Flammen auch an der Außenseite des Hauses in höher liegende Etagen.

Der derzeitige Ermittlungsstand weise auf die Bewohnerin als Verursacherin hin, wobei Details nicht mehr feststellbar seien. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es allerdings nicht, betont die Polizei.

Leichnam wird obduziert

Die Höhe des Sachschadens sei nach wie vor nicht bekannt, doch alle vier Etagen des Gebäudes wurden arg beschädigt. Alle Bewohner wurden in Sicherheit gebracht, die Wohnung bleibe bis Abschluss der Obduktion der verstorbenen Frau versiegelt, heißt es in dem Polizeibericht.

stol

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