Donnerstag, 11. Mai 2017

Innsbruck: Syrien-Kämpfer wegen 20-fachen Mordes verurteilt

Ein Kämpfer im syrischen Bürgerkrieg ist in Österreich von einem Geschworenengericht wegen 20-fachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Innsbruck sah die Schuld des 27-Jährigen als erwiesen an.
Das Landgericht Innsbruck sah die Schuld des 27-Jährigen als erwiesen an.

Das Landgericht Innsbruck sah es als erwiesen an, dass der 27-Jährige als Mitglied einer Untergruppe der „Freien Syrischen Armee“ mindestens 20 wehrlose und verwundete Soldaten der Assad-Regierung erschossen hat.

In seinem Urteil am späten Mittwochabend stützte sich das Gericht auf das Vernehmungsprotokoll beim Landesamt für Verfassungsschutz, in dem der Verurteilte die Taten gestanden hatte. Diese Aussagen hatte der Mann später zurückgezogen und sie als Übersetzungsfehler bezeichnet.

Die Kammer folgte jedoch mit fünf zu drei Stimmen der Sichtweise der Anklage, die die Beweislage als „erdrückend“ bezeichnet hatte.

dpa

stol