<BR />Als Sonderkommissarin Micaela Gelera im Juli 2023 den bisherigen Amtsdirektor in der Zollagentur, Gabriele Giancamilli, zum neuen Landesdirektor des Fürsorgeinstituts NISF/ INPS ernannte, waren die Misstöne groß. Landesrat Philipp Achammer reagierte mit einer Protestnote nach Rom: Das Gleichgewicht der Sprachgruppen sei verletzt. <BR /><BR />Zumal der Regionaldirektor des NISF/INPS stets ein Italiener sei, stünde die Position im „kooperativen Geist des Autonomiestatuts“ der deutschen Sprachgruppe zu; Vorgängerin war Veronika Meraner. Ein Rekurs von Mitbewerberin Irene Pechlaner wurde vom Verwaltungsgericht wegen Nichtzuständigkeit abgewiesen. <BR /><BR />Um die Wogen zu glätten, winkte das NISF/INPS seinerzeit mit einem deutschen Vizedirektor. „Der Wettbewerb ist im Laufen“, so Harald Stauder, der für die SVP im Einvernehmenskomitee sitzt. Vizedirektor darf sich der oder die Siegerin zwar nicht nennen, denn das sei beim INPS nicht vorgesehen. <BR /><BR />„Er erhält aber wichtige Funktionen und wird den Direktor in Abwesenheit vertreten“, so Stauder. Das Einvernehmenskomitee hat der Wettbewerbskommission zugestimmt. Die Bewerbungsfrist ist Ende letzten Jahres abgelaufen. Nun finden die Prüfungen statt: zwei schriftlich, eine mündlich.<BR /><BR />Auf der Internetseite des NISF/INPS ist ein Wettbewerb für eine Führungskraft der zweiten Ebene für die deutsche Sprachgruppe angeführt. Das entspricht einem Amtsdirektor beim Land.