Donnerstag, 23. August 2018

Inszenierte Rettungen im Himalaya: Ermittlung wegen Betrug

Reiseveranstalter in Nepal sollen Himalaya-Touristen krank gemacht haben, um bei deren Versicherungen abzukassieren. Ermittler des nepalesischen Tourismusministeriums hätten acht Reiseveranstalter, vier Krankenhäuser und drei Hubschrauberanbieter als Beteiligte an dem Betrug identifiziert, teilte ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag mit.

Reiseveranstalter sollen Touristen etwas ins Essen gemischt haben. - Foto: APA (AFP)
Reiseveranstalter sollen Touristen etwas ins Essen gemischt haben. - Foto: APA (AFP)

Die Reiseveranstalter sollen etwas in das Essen von Wander-Touristen gemischt haben, damit diese per Hubschrauber aus den Bergen gerettet werden mussten. Anschließend sollen Dokumente gefälscht worden seien, um die Nottransporte zu rechtfertigen.

Der Sprecher sagte, die zuständigen Behörden seien für weitere Ermittlungen informiert worden. Die Regierung erwäge zudem, eine Polizeieinheit zur Rettung von Himalaya-Wanderern in Not einzurichten.

Die nepalesische Zeitung „Kathmandu Post” berichtete am Donnerstag, ausländische Anbieter von Reiseversicherungen hätten dem Tourismusministerium gedroht, wegen der Menge an Betrugsversuchen ab dem 1. September keine Versicherungen für Nepal mehr anzubieten. Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig des Everest-Landes.

apa/dpa

stol