Freitag, 21. August 2020

Intakte Berglandwirtschaft – aber ohne Wolf

Der Ärger ist groß, die Botschaft klar: „Wir sind nicht gegen den Wolf, aber gegen den Wolf in unserem Gebiet“, sagt Lorenz Müller, der Obmann im Verband Südtiroler Kleintierzüchter im Interview mit dem Tagblatt „Dolomiten“. Die vielen Risse im heurigen Almsommer und die unerfüllbaren Forderungen nach mehr Herdenschutz bringen die Bauern in Rage.

Die Bauern protestieren und fordern Maßnahmen zum Schutz ihrer Weidetiere. Sie sollen nicht Wolfsfutter sein.
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Die Bauern protestieren und fordern Maßnahmen zum Schutz ihrer Weidetiere. Sie sollen nicht Wolfsfutter sein. - Foto: © br
„Dolomiten“: Herr Müller, wird die Gefahr, die vom Wolf ausgeht, immer größer?

Lorenz Müller: Ja, mittlerweile ist es so, dass Südtirol von Wolfsgebieten umgeben ist. Der Wolf ist im Trentino, in der Schweiz und in Nord- und Osttirol. Auffallend sind die vielen Risse heuer in Villnöß, während von anderen Gegenden wie der Seiser Alm wenig zu hören ist.

d