Land und Gemeinden besiegeln heute das Finanzabkommen 2023. „Nun müsste allen Gemeinden ein ausgeglichener Haushalt gelingen, ohne Beiträge für Vereine kürzen zu müssen“, sagt Gemeindenverband-Präsident Andreas Schatzer.<BR /><BR />Anders als im restlichen Stiefelstaat werden die Gemeinden in Südtirol nicht vom Staat, sondern vom Land finanziert. Auf Vorschlag des Landeshautmanns genehmigt die Landesregierung das Finanzabkommen für 2023. Es sieht Bruttozuwendungen von 325 Millionen Euro vor. Allerdings erfolgen Abzüge für Dienste mit Kostenbeteiligung der Gemeinden wie Schulaufräumung, Musikschulen, Tagesmutterdienst, Wohnbauaufsicht und Obdachlosen-/Flüchtlingshilfe. „Unterm Strich erhalten wir 295 Millionen Euro netto“, sagt Gemeinden-Chef Schatzer. 100 Millionen Euro sind für Investitionen, 20 Millionen für Rückzahlung von Darlehen, 9 Millionen Euro aus dem 5er-Gesetz von 1975 und es gibt einen Fonds für Investitionen im Bildungsbereich. <BR /><BR />Klicken Sie auf dieser Interaktiven Grafik auf den Namen der Gemeinde, und Sie erfahren, wie viel Geld sie aus der Landeskasse erhält: den Nettobetrag und ein Zusatzgeld für 2023. <BR /><BR /> <div class="embed-box"><div class="container-wrapper-genially" style="position: relative; min-height: 400px; max-width: 100%;"><img src="https://img.genial.ly/5fd380c29270490f70f47a03/f30fb79b-ab39-43a4-b16e-6acb3b0565c8.jpeg" class="loader-genially" style="position: absolute; top: 0; right: 0; bottom: 0; left: 0; margin-top: auto; margin-right: auto; margin-bottom: auto; margin-left: auto; z-index: 1;width: 80px; height: 80px;"/><div id="63a0a4afe7f38f0012ae3341" class="genially-embed" style="margin: 0px auto; position: relative; height: auto; width: 100%;"></div></div><script>(function (d) { var js, id = "genially-embed-js", ref = d.getElementsByTagName("script")[0]; if (d.getElementById(id)) { return; } js = d.createElement("script"); js.id = id; js.async = true; js.src = "https://view.genial.ly/static/embed/embed.js"; ref.parentNode.insertBefore(js, ref); }(document));</script></div> <BR /><BR /><BR />Am genauesten schauen die Gemeinden auf die Beiträge für laufende Kosten, denn dort sind Einsparungen kaum möglich. In Summe stehen dafür 155 Millionen Euro netto bereit. <BR /><BR />Den größten Betrag streicht mit knapp 39 Millionen Euro Bozen ein, gefolgt von Meran mit 12,3 Millionen, Brixen mit knapp 7,5 Millionen und Leifers mit 6,8 Millionen Euro. Fast gleich auf rangieren Bruneck (4,46 Millionen) und Eppan (4,33). 3,17 Millionen Euro fallen für Lana ab und jeweils gut 2 Millionen Euro für Sarnthein und Kaltern. Aufsteiger des Jahres ist Terlan mit 1,34 Millionen Euro. „Grund ist die deutliche Zunahme von Einwohnern“, erklärt Andreas Schatzer.<BR /><BR />Doch es gibt auch 2 Gemeinden, die leer ausgehen – und zwar Wolkenstein und Corvara. „Hintergrund sind ihre hohen GIS Einnahmen, dank der sie eine höhere Finanzkraft haben, als die meisten anderen Gemeinden“, erklärt Andreas Schatzer.<BR /><BR /><embed id="dtext86-57481636_quote" /><BR /><BR />Vor einigen Jahren hatte man sich darauf geeinigt, dass die Zuwendungen des Landes bis 2025 nicht steigen. Jetzt kommt es doch anders. „Dankenswerterweiseerhalten wir eine zusätzliche Sondererhöhnung, um der Kostenexplosion in vielen Bereichen nachkommen zu können“, so Schatzer. Dieses Geld sei erst im Frühling 2023 mit einer Bilanzumbuchung verfügbar. <BR /><BR />„Allemal sollte es mit diesen Zusatzmitteln allen Gemeinden gelingen, einen ausgewogenen Haushalt zu präsentieren ohne Kürzungen bei den Beiträgen an die Vereine vorzunehmen“, sagt Schatzer. Gebühren für Kindergarten, Nachmittags- und Sommerbetreuung können familienfreundlich gestaltet werden. Zugeteilt werden die 17 Millionen nach demselben Schlüssen wie die Beiträge für laufende Kosten: Also wieder eine Nullrunde für Corvara und Wolkenstein.<BR /><BR />Darüber ist man in den beiden betroffenen Gemeinden nicht erfreut. „Es heißt immer, wir müssen solidarisch sein, doch bei der Energie sind wir von den enormen Kostensteigerungen betroffen wie alle anderen“, sagt Wolkensteins Bürgermeister Roland Demetz.<BR />