Samstag, 15. Mai 2021

Internationaler Tag der Familie: „Familien durch Zeitpolitik unterstützen“

Zum heutigen Internationalen Familientag hat sich Landesrätin Waltraud Deeg dafür ausgesprochen, künftig noch stärker auf lokale Vernetzung zugunsten der Familien zu setzen.

Heute ist der internationale Tag der Familie.
Heute ist der internationale Tag der Familie. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
Der internationale Tag der Familie findet jährlich am 15. Mai statt. Anlässlich des offiziellen Gedenktages der Vereinten Nationen brauche es innerhalb einer Familie mehr zeitliche Freiräume, um Familienzeiten bewusst und individuell gestalten zu können. Die Familie sei das erste Umfeld, in dem gelernt, genetzwerkt, gelebt wird, die familiären Erfahrungen im Kleinkindalter prägen uns unser ganzes Leben lang, sagt Familienlandesrätin Waltraud Deeg.

„Zeitpolitik zu Gunsten der Familien weiter vorantreiben“


„Bereits seit einiger Zeit arbeiten wir intensiv und auf unterschiedlichen Ebenen daran, die Zeitpolitik zugunsten der Familien weiter voranzutreiben“, so Deeg. Dies werde beispielsweise über eine Durchführungsverordnung, welche im März 2021 verabschiedet worden sei, vorangetrieben.

„Durch eine abgestimmte und koordinierte Zeitenplanung von öffentlicher Seite auf allen Ebenen, wird den Familien aktiv dabei geholfen, sowohl Vereinbarkeit besser organisieren zu können, aber auch mehr Familienzeit selbst gestalten zu können“, ist Deeg überzeugt.

Flexible Ganztagesbetreuung auf Gemeinde- und Bezirksebene


Dabei gehe es um eine flexible Ganztagesbetreuung auf Gemeinde- und Bezirksebene. Dies sei heute schon in vielen Gemeinden mit Landesunterstützung in Zusammenarbeit mit Organisationen und Vereinen aus dem Familien -und Freizeitbereich der Fall und ergänze das bestehende Bildungsangebot.

Das Konzept der Zeitpolitik auf Gemeinde- und Bezirksebene umfasse Familie und Vereinbarkeit in 360 Grad gedacht, von familienfreundlicher Wohnraumplanung mit kurzen Wegen für Familien und familienfreundlichem Wohnraum, über gute Vernetzung mit altersgruppen- und sprachgruppenübergreifenden Ansätzen aller Ressourcen. Auch Mobilität, bürgerfreundlicher Verwaltung und familienfreundliche Öffnungszeiten, wohnortnahe und erreichbare Gesundheits- und Pflegeangebote sowie die Vernetzung mit Unternehmen und Wirtschaftstreibenden vor Ort beinhalte das Konzept, so die Familienlandesrätin.

“Der Erfolgsfaktor ist die Vernetzung der Dienste und Angebote, bedarfsorientiert und auch der lokalen Realität angepasst, mit Einbezug lokaler Wirtschaftsunternehmen“, beschreibt Landesrätin Deeg.

„Familien sind zentrale Säulen für das Fortbestehen unserer Gesellschaft“


Wichtige Partner seien dabei die Gemeinden, die vielfach schon vor Ort zugunsten der Familien aktiv seien und lokal angepasste und auf die Familien abgestimmte Lösungen anbieten würden. Auch die Familienorganisationen und Familienvereinigungen bringen sich in diesen Prozess ein und bereichern das Handlungsfeld im Sinne der Familien.

Von zentraler Bedeutung sei jedoch auch die (lokale) Wirtschaft, vor allem in der Rolle als Arbeitgeber. „Als Land ist es uns wichtig, möglichst gute Rahmenbedingungen aufzustellen, denn schließlich wollen wir gemeinsam uns weiterentwickeln in Richtung Familienland Südtirol“, ist Landesrätin Deeg überzeugt.

Schließlich seien die Familien in unserem Land die zentralen Säulen für das Fortbestehen unserer Gesellschaft, unseres Landes, unserer Wirtschaft. Familienfreundlichkeit sei darum nicht nur eine politisch opportune, sondern auch wirtschaftlich notwendige Grundhaltung, um die Gesellschaft weiter voranzubringen.

Auch das Netzwerk der Eltern-Kind-Zentren Südtirols unterstreicht am Tag der Familie die existenzielle Wichtigkeit von Familie und die Notwendigkeit von Wertschätzung und Unterstützung.

stol