Sonntag, 25. Oktober 2015

Internationales Forscherteam will Pyramiden Geheimnis entlocken

Ägyptische und ausländische Wissenschaftler wollen dem „Geheimnis“ von vier Pyramiden auf die Spur kommen und in den antiken Stätten nach womöglich verborgenen Hohlräumen und Kammern suchen.

Foto: © shutterstock

Wie der ägyptische Minister für Altertümer, Manduh al-Damati, am Sonntag mitteilte, handelt es sich um die Pyramide des Pharaos Cheops, auch bekannt als Große Pyramide, und die Pyramide des Pharaos Chephren (sogenannte Mittlere Pyramide) in Gizeh, außerdem um die beiden Pyramiden in der Nekropole von Dahschur südlich von Kairo.

Moderne Infrarottechnologie und hoch entwickelte Detektoren sollen den Ingenieuren und Architekten aus Ägypten, Frankreich, Kanada und Japan erlauben, die Pyramiden zu „scannen“ und in „das Innere“ der Pyramiden zu blicken.

Damati sagte, die bei dem bis Ende 2016 befristeten Projekt verwendete Technik könne auch bei einer nochmaligen Untersuchung des Grabs von Tutanchamun Anwendung finden.

Tutanchamun, dessen goldene Totenmaske weltbekannt ist, lebte vor rund 3300 Jahren. Der britische Archäologe Howard Carter entdeckte sein nahezu unangetastetes Grab 1922 im Tal der Könige bei Luxor im Süden Ägyptens.

Ein Großteil der Altertumsforscher vermutet, dass Tutanchamuns Vater, der mit der berühmten Nofretete verheiratete Echnaton (Amenophis IV.) war.

Ob Nofretete allerdings Tutanchamuns Mutter ist, gilt als äußerst unsicher.

Nofretetes Mumie wurde nie gefunden.

Der britische Archäologe Nicholas Reeves schließt in einer vor einiger Zeit veröffentlichten Studie nicht aus, dass sich Nofretetes Grab in einer geheimen Seitenkammer von Tutanchamuns Grabkammer befinden könnte.

Die Cheops-Pyramide, die größte des Landes, ist nach dem Pharao benannt, der von etwa 2638 bis 2613 regierte. Sie gilt als eines der Sieben Weltwunder des Altertums.

Chephren, der Namensgeber der Mittleren Pyramide, herrschte von etwa 2558 bis 2532. Die Pyramiden von Gizeh sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder des Altertums und zählen zum Weltkulturerbe.

apa/afp

stol