<h3> USA und Israel greifen Iran an</h3><BR /> * Seit Samstag wurden mehr als 2.000 Ziele im Iran angegriffen.<BR /><BR /> * Ziele sind militärische Infrastruktur wie Raketenabschussrampen<BR /> und Flugabwehrstellungen, Hauptquartiere der Militärführung,<BR /> Stützpunkte sowie die politische Führung.<BR /><BR /> * Auch die iranische Marine im Süden am Persischen Golf wurde<BR /> attackiert.<BR /><BR /> * Die Hauptstadt Teheran mit ihren rund 15 Millionen Einwohnern ist<BR /> den dritten Tag in Folge Ziel schwerer Bombardierungen.<BR /><BR /> * Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei und führende<BR /> Militärvertreter wurden getötet.<BR /><BR /> * Mehr als 550 Menschen kamen bei den Angriffen bereits ums Leben.<BR /> Darunter sollen nach iranischen Angaben auch 165 Schülerinnen<BR /> einer Grundschule sein.<BR /><BR /> * Israel fühlt sich durch das iranische Raketen- und Atomprogramm in<BR /> seiner Existenz bedroht. Auch die USA verweisen auf die Bedrohung<BR /> durch die iranische Führung.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1283316_image" /></div> <BR /><h3> Iran greift Israel an</h3> * Zehn Wellen ballistischer Raketen haben Irans Revolutionsgarden,<BR /> die mächtige Elitestreitmacht des Landes, eigenen Angaben zufolge<BR /> als Reaktion bereits auf Israel gefeuert.<BR /><BR /> * Auch Kampfdrohnen sind im Einsatz, um die moderne israelische<BR /> Raketenabwehr zu schwächen.<BR /><BR /> * Mindestens elf Menschen kamen in Israel seit Samstag ums Leben.<BR /><BR /> * Mehrere Wohnhäuser sowie eine Synagoge wurden zerstört.<BR /><BR /> * Ständig gibt es im Land Raketenalarm, Millionen Menschen müssen<BR /> sich wegen der Angriffe immer wieder in Schutzräume begeben.<BR /><BR /> <div class="embed-box"><div data-pinpoll-id="464373" data-version="v2"></div></div> <BR /><h3> Iran greift Golfregion an</h3> * Als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA attackiert der<BR /> Iran unter anderem Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten<BR /> (VAE), Katar, Bahrain und Kuwait.<BR /><BR /> * Hunderte Raketen und Drohnen wurden gezählt, die Flugabwehr der<BR /> Länder hat den Großteil der Angriffe abgefangen.<BR /><BR /> * Ziele sind vor allem US-Militärstützpunkte.<BR /><BR /> * In den betroffenen Ländern gibt es Todesopfer, Schäden und Brände.<BR /><BR /> * In Kuwait stürzten mehrere US-Militärflugzeuge ab, nach<BR /> US-Militärangaben durch „friendly fire“, also vermutlich bei der<BR /> Abwehr iranischer Angriffe. Die Besatzungen haben laut<BR /> kuwaitischem Verteidigungsministeriums überlebt.<BR /><BR /> * In Städten wie Dubai, Doha (VAE) und Manama (Bahrain) wurden teils<BR /> Hotels, Wohngebäude und Flughäfen getroffen.<BR /><BR /> * Die Angriffe treffen den Ruf der Golfstaaten als stabile und<BR /> sichere Standorte für Investoren und Touristen.<BR /><BR /> * Die Golfstaaten stehen unter Druck, militärisch zu reagieren,<BR /> wollen aber nicht in einen größeren Krieg hineingezogen werden.<BR /><BR /> * Sorge besteht auch um Ölanlagen als zentrale Einnahmequelle, etwa<BR /> in Saudi-Arabien, wo es im Osten nach einem mutmaßlichen<BR /> Drohnenangriff zu einem Brand an einer Ölanlage kam.<BR /><h3> Hisbollah-Miliz greift Israel an</h3> * Die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz feuerte<BR /> mehrere Raketen auf Israel ab.<BR /><BR /> * Die Begründung: Vergeltung für die Tötung von Irans oberstem<BR /> Führer Ajatollah Ali Chamenei.<BR /><BR /> * Es war der erste Raketenangriff seit Beginn der Waffenruhe mit<BR /> Israel im November 2024.<BR /><h3> Israel greift Ziele im Libanon an</h3> * Im Gegenzug startete Israel Angriffe auf die libanesische<BR /> Hauptstadt Beirut und andere Gebiete des Landes.<BR /><BR /> * Ziele sind Waffenlager und Infrastruktur der Hisbollah sowie<BR /> ranghohe Mitglieder der Miliz, explizit auch Anführer Naim Kassim.<BR /><BR /> * Rund 30 Menschen wurden nach libanesischen Angaben getötet und etwa 150 verletzt. Die Menschen haben Angst vor einem neuen Krieg,<BR /> Familien flüchteten aus dem Raum Beirut.<BR /><h3> „Achse des Widerstandes“</h3>Die Hisbollah gehört zu der vom Iran geführten sogenannten „Achse des Widerstandes“ – wie auch die Hamas im Gazastreifen, die Houthi-Rebellen im Jemen sowie kleinere Gruppen im Irak und in Syrien. US-Präsident Donald Trump hat in den bis kurz vor dem Angriff geführten Verhandlungen mit dem Iran unter anderem verlangt, dass dieser seine Unterstützung für diese Organisationen aufgibt.<BR /><BR />Hauptarchitekt des iranischen Netzwerks aus paramilitärischen Stellvertretergruppen in der arabischen Welt war der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Qassem Soleimani. Unter Soleimanis Führung wuchs das Netz in den Jahren nach der US-Invasion im Irak im Jahr 2003. <BR /><BR />Soleimani wurde 2020 bei einem US-Drohnenangriff im Irak getötet. Der Iran bestreitet, dass er seine Stellvertreter bei ihren Angriffen lenkt, sondern er erklärt, dass sie auf eigene Initiative handeln. Welche Bedeutung die Achse heute hat, ist unklar. Zum einen wurden vor allem Hisbollah und Hamas durch israelische Angriffe erheblich geschwächt. Zum anderen blieben ihre Mitglieder im Juni 2025, als Israel mit Unterstützung der USA schon einmal den Iran zwölf Tage lang angegriffen hat, weitgehend inaktiv. Dieses Mal aber hat sich die Hisbollah eingeschaltet.<h3> Der Iran bewaffnete und bildete Gruppen aus, die in den folgenden Gebieten aktiv sind</h3><div class="img-embed"><embed id="1283319_image" /></div> <BR /><b>LIBANON</b><BR />Die Hisbollah ist Teherans treuester militanter Verbündeter. Sie wurde 1982 von der iranischen Revolutionsgarde gegründet, um israelische Truppen im Libanon zu bekämpfen. Sie verfügt über ein Arsenal von Zehntausenden Raketen und hoch qualifizierten Kämpfern, die jahrelang in Syrien gegen sunnitische Islamisten gekämpft haben. Die Hisbollah und israelische Truppen lieferten sich immer wieder Scharmützel an der Grenze zwischen dem Libanon und Israel. Im Gazakrieg, der am 7. Oktober 2023 begonnen hat, erklärte sich die Hisbollah solidarisch mit der Hamas.<BR /><BR />Das israelische Militär hat gezielt Kommandeure der Hisbollah auf libanesischem Boden getötet. Ende September 2024 kam ihr Generalsekretär Hassan Nasrallah bei einem israelischen Angriff ums Leben. Er stand jahrzehntelang an der Spitze der Hisbollah, die zugleich Miliz und Partei ist. Auch hier drohte der Iran mit Vergeltung für den Tod des wichtigen Verbündeten. Sie folgte am 1. Oktober 2024 mit einem massiven Raketenbeschuss unter anderem auf Tel Aviv. Israel drohte dem Iran seinerseits mit Vergeltung. Auch wenn die Hisbollah durch die Angriffe und gezielten Tötungen von Führungskräften seitens Israels erheblich geschwächt ist, spielt sie im Libanon und darüber hinaus noch immer eine wichtige Rolle.<BR /><BR />Eine am 27. November 2024 in Kraft getretene Waffenruhe beendete die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah.<BR /><BR /><b>GAZASTREIFEN</b><BR />Der Iran steht an der Seite der palästinensischen islamistischen Organisationen Hamas und Islamischer Jihad. Er positioniert sich als Verfechter des palästinensischen Widerstands gegen die israelische Besatzung. Die Hamas und der Islamische Jihad griffen am 7. Oktober 2023 überraschend Israel an, das mit einem massiven Vergeltungsangriff reagierte und den Gazastreifen weitgehend zerstörte. Israels Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Hamas zu beseitigen.<BR /><BR />Den politischen Anführer der Hamas, Ismail Haniyeh, hat Israel nach Angaben der Organisation Ende Juli 2024 gezielt getötet. Er hielt sich in der iranischen Hauptstadt Teheran auf und war Gast bei der Vereidigung von Präsident Massud Peseshkian. Dieser drohte mit Vergeltung, und auch die Verbündeten der Hamas drückten ihre Solidarität aus. Am 1. Oktober schickte der Iran rund 180 Raketen Richtung Israel, die zum ganz überwiegenden Teil abgefangen wurden.<BR /><BR />Die Hamas, die nicht nur aus ihren bewaffneten Al-Qassam-Brigaden besteht, sondern auch Partei ist und ein soziales Netzwerk betreibt, hatte 2006 die Parlamentswahl im Gazastreifen gegen die gemäßigte Fatah von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas gewonnen.<BR /><BR /><b>IRAK</b><BR />Die Führung in Teheran unterstützte schiitische Militante im Irak während der US-Besatzung und hat diese Verbindungen aufrechterhalten. Die Volksmobilmachungskräfte (PMF), eine staatlich sanktionierte Gruppierung irakischer Paramilitärs, werden von schwer bewaffneten und kampferprobten Gruppen dominiert, die dem Iran gegenüber loyal sind und enge Verbindungen zu seinen Revolutionsgarden haben. PMF-Gruppen haben bei Dutzenden Angriffen im Irak und in Syrien US-Stützpunkte mit Raketen beschossen. Die USA reagierten mit Luftangriffen, darunter einem Angriff, bei dem ein Kommandant in Bagdad getötet wurde.<BR /><BR /><b>SYRIEN</b><BR />Syrien ist eine wichtige Transitroute für iranische Stellvertreter zwischen dem Irak und dem Libanon. Nach Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 intervenierte der Iran, um Präsident Bashar al-Assad zu stützen, und entsandte Berater aus dem Kreis seiner Revolutionsgarden und Kämpfer aus dem Irak, Pakistan und Afghanistan. Die libanesische Hisbollah kämpfte an der Seite dieser Gruppen und unterstützte Assad.<BR />Nach Assads Sturz Ende 2024 zog sich die Hisbollah weitgehend aus Syrien zurück. Aktiv ist sie noch im Grenzgebiet zwischen dem Libanon und Syrien. Die neue syrische Regierung unter Interimspräsident Ahmed al-Scharaa, dem früheren Anführer des Milizenbündnisses HTS, das Assad stürzte, wirft der Hisbollah vor, sie sei in Waffenschmuggel verwickelt.<BR /><BR /><b>JEMEN</b><BR />Die Houthi-Miliz im Jemen eroberte 2014 weite Teile des Landes und kämpfte gegen von Saudi-Arabien unterstützte Regierungstruppen. Der Iran half den Houthi im Kampf gegen seinen Erzrivalen Saudi-Arabien. Die Houthi – oder Ansar Allah, so der offizielle Name der Gruppe – feuerten im Gazakrieg Raketen auf Israel sowie auf Handelsschiffe und Öltanker im Roten Meer, die sie in Verbindung mit Israel bringen. Die USA und Großbritannien haben Houthi-Ziele im Jemen angegriffen. Auch Israel griff Stellungen der Houthi im Jemen mit Kampfflugzeugen an.<BR />Die Houthi haben sich solidarisch mit der Hamas im Gazastreifen erklärt. Sie, die Hisbollah und andere Gruppen haben erklärt, dass ihre Angriffe erst dann eingestellt werden, wenn Israel den Krieg gegen die Palästinenser beendet. Im Gazastreifen gilt seit dem 10. Oktober 2025 eine Waffenruhe.