<BR />Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen baut. Irans Regierung zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Über andere Themen, die die USA aufgebracht haben, will die Islamische Republik nicht reden - dazu zählen eine Ausdünnung des Raketenarsenals oder ein Ende der Unterstützung militanter Gruppen.<BR /><BR />US-Präsident Donald Trump erklärte am Montag, er werde „indirekt“ an den Gesprächen zwischen dem Iran und den USA über das Atomprogramm Teherans beteiligt sein - und fügte hinzu, er glaube, dass Teheran eine Einigung erzielen wolle. „Ich werde mich indirekt an diesen Gesprächen beteiligen. Und sie werden sehr wichtig sein“, sagte Trump gegenüber Reportern an Bord der Air Force One.<BR /><BR />Auf die Frage nach den Aussichten für eine Einigung sagte Trump, der Iran strebe harte Verhandlungen an, habe aber im vergangenen Sommer, als die USA iranische Nuklearstandorte bombardierten, die Folgen einer solchen verhärteten Haltung zu spüren bekommen. Trump deutete an, dass die Iraner diesmal motiviert seien, zu verhandeln. „Ich glaube nicht, dass sie die Folgen einer Nicht-Einigung wollen“, sagte Trump.<h3> Massenproteste brutal niederschlagen</h3>Die Gespräche erfolgen vor dem Hintergrund einer militärischen Drohkulisse der Vereinigten Staaten. Im Jänner ließ Irans Staatsapparat Massenproteste im eigenen Land brutal niederschlagen. Trump drohte der iranischen Führung daraufhin mit einem militärischen Eingreifen und ließ die Militärpräsenz rund um den Iran verstärken.<BR /><BR />Wie Außenministerin Meinl-Reisinger Montagabend im außenpolitischen Ausschuss des Parlaments sagte, hat Österreich scharf gegen das Vorgehen der iranischen Regierung gegenüber den Protesten im Jänner reagiert und zweimal den iranischen Botschafter vorgeladen. Sie gehe davon aus, dass von mindestens 30.000 Toten ausgegangen werden könne. Außerdem seien die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft worden.<BR /><BR />Was die iranische Opposition betreffe, so sei diese durchaus vielfältig. Aus ihrer Sicht müsse eine positive Veränderung des politischen Systems im Iran aus dem Land selbst kommen. In den Bemühungen um ein Nachfolgeabkommen des Atom-Abkommens mit dem Iran sei noch alles offen, erklärte die Außenministerin.