Samstag, 26. September 2015

Irans Präsident fordert Untersuchung von Hadsch-Unglück

Der iranische Präsident Hassan Rohani hat eine Untersuchung der tödlichen Massenpanik bei der muslimischen Pilgerfahrt Hadsch in Saudi-Arabien gefordert. Bei einer Rede vor den Vereinten Nationen in New York sprach Rohani am Samstag von einem „herzzerreißenden“ Unglück. Den Verletzten müsse nun schnell geholfen und die Ursachen des Unglücks aufgeklärt werden.

Mindestens 717 Menschen starben bei einer Massenpanik während der muslimischen Pilgerfahrt Hadsch in Saudi Arabien.
Mindestens 717 Menschen starben bei einer Massenpanik während der muslimischen Pilgerfahrt Hadsch in Saudi Arabien. - Foto: © APA/EPA

Irans Außenminister Mohammed Jawad Zarif kritisierte unterdessen in einem Fernsehinterview mangelnde Kooperation der saudi-arabischen Behörden nach dem Unglück. Bei der Massenpanik in Mina nahe Mekka waren am Donnerstag nach jüngsten Angaben mindestens 736 Menschen ums Leben gekommen.

Unter den Opfern sind mindestens 136 Iraner. Nach iranischen Angaben werden zudem noch 344 iranische Pilger vermisst. Der Iran wirft Saudi-Arabien zu lasche Sicherheitsvorkehrungen am Rande des Hadsch vor.

Der Hadsch ist das weltweit größte muslimische Pilgerereignis. Gemäß dem Koran muss jeder Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, einmal im Leben zur heiligsten Stätte des Islam in Mekka pilgern.

apa/afp

stol