Mittwoch, 21. Oktober 2020

Iren sorgen sich um verschwundenen Delfin Fungie

Die Iren vermissen seit Tagen ihren berühmten Delfin „Fungie“, der einen Weltrekord hält.

Delfin Fungie ist kein normaler Delfin, denn er gehört seit 37 Jahren zum Hafenbecken der Kleinstadt Dingle. Das Tier wurde zum Wahrzeichen der Stadt, Menschen aus aller Welt kamen nach Dingle, um Fungie zu sehen. Nun ist der Delfin verschwunden – und die Leute machen sich Sorgen. Die Suche nach Fungie ist bislang erfolglos verlaufen – wahrscheinlich ist der Delfin verendet. - Foto: © stol
Er tauchte vor 37 Jahren plötzlich in der malerischen Bucht der Hafenstadt Dingle an der Südwestküste Irlands auf - und blieb. Normalerweise sind Delfine in Gruppen unterwegs.

Der gut 400 Kilo schwere „Fungie“ bevorzugte aber das Leben in der Bucht und zog viele Touristen an. Er ist laut Guinness-Buch der Rekorde der älteste Einzelgänger-Delfin der Welt.

Das Tier verschwand vor etwa einer Woche. Fischer, Taucher und Veranstalter von Bootstouren suchen nun intensiv nach ihm - sie befürchten das Schlimmste. „Fungie“ dürfte etwa 45 Jahre alt sein, sagte ein Meeresbiologe dem irischen Sender RTE. Große Tümmler werden dem Bericht zufolge 45 bis 50 Jahre alt. Andere Experten halten es auch für möglich, dass der Delfin sich durch fremde Tiere in der Bucht gestört fühlte und deshalb verschwand.

Auch vorher hatte „Fungie“ Spritztouren gemacht, war aber immer nur für ein paar Stunden weg. Der Delfin habe häufig Kontakt mit Menschen aufgenommen, berichten Einheimische dem britischen Sender BBC. Er brachte der Hafenstadt durch den Tourismus zusätzliche Einnahmen. Am Hafen steht sogar eine Statue des Tümmlers.

Für Nuala Moore, eine Extremschwimmerin aus Dingle, ist „Fungie“ ein „Trainingspartner“. Seit ihrer Kindheit habe der Delfin sie beim Schwimmen im kalten Wasser begleitet, sagte die Frau der BBC. Für sie sei es einfach ein „wunderbares Gefühl“ gewesen, beim Schwimmen im Meer im Winter noch ein anderes Lebewesen atmen zu hören.

apa

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