Donnerstag, 21. Mai 2015

Irre Verfolgungsjagd auf der A22

Nach zumindest zwei Einbrüchen in Wohnungen in Brixen sind die mutmaßlichen Diebe in der Nacht auf Donnerstag in rasender Geschwindigkeit über die A22 in Richtung Süden geflüchtet. Doch ihre Wahnsinnsfahrt an Bord eines BMW X5 blieb nicht unbemerkt und rief die Straßenpolizei von Trient und Verona auf den Plan – und sie hatten Erfolg.

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Foto: © APA/EPA

Die Meldung ging gegen 4 Uhr in den frühen Morgenstunden des Donnerstags bei der Straßenpolizei in Trient ein: Von Brixen kommend sei ein verdächtiger BMW in Richtung Süden unterwegs, und das mit auffallend hohem Tempo. Die Polizisten zögerten nicht lange und versuchten bei San Michele all'Adige den SUV zu stoppen.

Doch der Fahrer ignorierte die Polizeistreife nicht nur, er beschleunigte sein schon überhöhtes Tempo und gab jetzt erst richtig Gas. Was folgte, war eine Verfolgungsjagd über mehr als 100 Kilometer, bei der der BMW-Fahrer das Letzte aus seinem Wagen herauszuholen versuchte.

Dennoch verloren die Beamten das Fluchtfahrzeug nie aus den Augen – und riefen gleichzeitig die Kollegen aus Verona zu Hilfe.

Die „Übermacht“ an Polizeibeamten war den Dieben nun doch zu viel, und sie entschieden sich, bereits auf dem Gebiet des Veneto, den BMW stehen zu lassen und zu Fuß zu flüchten.

Das Auto auf der Überholspur „geparkt“, rannten die drei Männer in die anliegenden Felder, in der Hoffnung, in der Dunkelheit dort nicht gefasst zu werden. Zweien gelang tatsächlich die Flucht, den dritten, den Fahrer, konnten die Polizisten fassen.

Es handelt sich um einen 21-jährigen Mann aus Moldawien, ohne Aufenthaltsgenehmigung und ohne festen Wohnsitz – und nicht zuletzt auch ohne Führerschein!

Im Fluchtfahrzeug, das ebenfalls in Brixen gestohlen worden war, fanden die Beamten das weitere Diebesgut: Wertgegenstände, zwei Fahrräder, Gartengeräte und eine Motorsäge sowie tiefgefrorenes Fleisch.

Der 21-Jährige wurde nach Verona ins Gefängnis gebracht.

ih

stol