Montag, 16. November 2015

IS-Terror in Paris schweißt G-20-Staaten zusammen

Durch den IS-Terror in Paris rücken die sonst oft zerstrittenen Mächtigen der Welt zusammen. Auf dem Gipfel im türkischen Belek nahe Antalya sagten die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigen Industrie- und Schwellenländer den grausamen Terroristen den Kampf an.

 Die Anschläge der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Paris haben die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigen Industrie- und Schwellenländer enger zusammengeschweißt.
Die Anschläge der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Paris haben die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigen Industrie- und Schwellenländer enger zusammengeschweißt. - Foto: © APA/EPA

Frankreichs Finanzminister Michel Sapin sagte in der Nacht zum Montag, alle G20-Partner hätten sich dazu bereiterklärt. Verdächtige Geldbewegungen, die nach Finanzierung von Terroristen aussähen, sollen ins Visier genommen werden. Ferner soll die Zusammenarbeit der Geheimdienste verbessert werden, um Terroristen aufzuspüren.

Kanzlerin Merkel (CDU) beriet mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin über Möglichkeiten für einen Friedensprozess in Syrien. Grundlage für das 40-minütige Zweier-Treffen am Rande des Gipfels in der Nacht zum Montag war die Syrien-Konferenz der Außenminister in Wien am Vortag, hieß es in deutschen Regierungskreisen.

Obama und Putin geeint?

Zuvor hatten sich Putin und US-Präsident Barack Obama gemeinsam in Belek für Friedensverhandlungen für Syrien unter Vermittlung der Vereinten Nationen ausgesprochen – so wie es in Wien vereinbart worden war.

Der in Wien besprochene Fahrplan sieht vor, dass in sechs Monaten eine Übergangsregierung stehen soll.  Wahlen unter UN-Aufsicht sollen in 18 Monaten stattfinden.

Von dem für Montagnachmittag erwarteten Abschlusskommuniqué wurde ein starkes Signal gegen den weltweiten Terrorismus erwartet. Die G20-Staaten wollen sich darin auch verpflichten, ihre Hilfe für die Flüchtlinge auszuweiten und die Verantwortung besser zu verteilen.

dpa

stol