Die pro-iranische Hisbollah, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist, hatte unmittelbar nach dem Beginn von Israels Gaza-Kriegs gegen die militante Palästinenserorganisation Hamas im Oktober 2023 mit regelmäßigen Raketenangriffen aus dem Libanon eine zweite Front gegen Israel eröffnet. Die israelische Armee reagierte mit massiven Luftangriffen auf Ziele im Libanon und schließlich mit einer Bodenoffensive. Auf beiden Seiten der Grenze wurden tausende Menschen vertrieben.<h3> Waffenruhevereinbarung sieht Rückzug der Hisbollah vor</h3>Im November 2024 wurde eine Waffenruhe vereinbart, die eigentlich einen Rückzug der Hisbollah aus dem Grenzgebiet zu Israel und eine Auflösung ihrer militärischen Stützpunkte vorsieht. Israel wirft der Hisbollah jedoch vor, weiterhin im Grenzgebiet militärisch aktiv zu sein und greift mit dieser Begründung regelmäßig Hisbollah-Ziele an. Die Hisbollah steht unterdessen unter dem Druck, ihre Waffen abzugeben, da die libanesische Armee einen Plan zur Entwaffnung der Miliz aufgestellt hat.<BR /><BR />Die Hisbollah ist die einzige Gruppierung im Libanon, die nach dem Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 ihre Waffen behalten hatte. Die vom Iran unterstützte Miliz lehnt eine Entwaffnung strikt ab und begründet dies mit anhaltenden Angriffen der israelischen Armee. Israel macht die Entwaffnung der Hisbollah zur Bedingung für das Ende der Angriffe im Libanon.