Landesrat Peter Brunner bestätigt auf Anfrage, dass die Dienststellenkonferenz, „ein rein technisches Gremium“ aus Vertretern diverser Landesämter, das erneut eingereichte Projekt zur Schottergrube südlich von Sarns im Dezember negativ begutachtet hat.<BR /><BR />Wie mehrfach berichtet, beschäftigt das Projekt die örtliche Bevölkerung, die Politik und die Landesämter schon seit Jahren. „Im Februar 2022 wurde das Projekt von der Dienststellenkonferenz mit Auflagen genehmigt“, rekapituliert Brunner, der damals Bürgermeister der Gemeinde Brixen war. Diese legte Einwand gegen die Grube ein, den die Landesregierung annahm, wogegen der Antragsteller Rekurs einlegte. <BR /><BR />Es folgten mehrere Gerichtsverfahren. Zwischenzeitlich wurde dem Antragsteller, der Firma OM des Markus Obexer, die Ermächtigung zur Eröffnung der Schottergrube ausgestellt, die vom Verwaltungsgericht wieder ausgesetzt wurde. Im Mai 2025 ging Brixen davon aus, dass das Thema endgültig vom Tisch ist, nachdem das Verwaltungsgericht Bozen die Genehmigung der geplanten Grube – gestützt auf ein früheres Urteil des Staatsrats – für rechtswidrig erklärt hatte: wegen der unzureichend geprüften Umweltauswirkungen und Standortverträglichkeit.<BR /><BR />Als im Juli 2025 bei der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz ein Wiederaufgreifen des Genehmigungsverfahrens beantragt wurde, war die Sorge groß. Die Gemeinde Brixen, Bürger aus Sarns und Umgebung sowie der Verein heimat legten Rekurs ein. Im Oktober folgte ein Ortsaugenschein der zuständigen Ämter, im November die Entscheidung, dass das Projekt nicht der Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden muss. Nun begutachtete die Dienststellenkonferenz das Projekt negativ. <BR /><BR />Vor allem die Landschaftsschutzthemen – u.a. das Bauverbot, die Sensibilität des Standortes, die geschützten Ensembles und der Eisack in der Nähe, die ersten Wohngebäude nur 100 Meter entfernt, der Schutz der Lebensqualität und der Kulturlandschaft – waren laut Brunner die stichhaltigen Argumente für das Nein. „Auch die bestehende, aufgelassene Grube in Albeins, welche die Gemeinde im Rekurs angeführt hat, wurde ins Gutachten aufgenommen. Sie hatte argumentiert, dass diese immer noch landschaftsprägend sei und dass man nicht so ein zweites negatives Element in der näheren Umgebung haben will“, sagt Brunner, der sich erleichtert zeigt.<BR /><BR />„Unser Weg hat sich bestätigt. Ich bin froh, dass die Kommission unsere Argumente vollinhaltlich aufgenommen hat“, betont Bürgermeister Andreas Jungmann. Nun werde man sehen, wie es weitergehe. Theoretisch könnte der Antragsteller erneut Rekurs einlegen.