Montag, 11. Mai 2020

Italien: 179 Todesopfer in 24 Stunden – Weniger als 1000 Intensivpatienten

In Italien wurden für ein 24-Stunden-Fenster am Montag 179 Coronavirus-Todesopfer gemeldet. Das sind 14 mehr als am Vortag. Die Zahl der Intensivpatienten sank erstmals seit 2 Monaten auf unter 1000.

Zahl der Genesenen stieg auf 106.587.
Zahl der Genesenen stieg auf 106.587. - Foto: © APA (AFP) / FILIPPO MONTEFORTE
Die Zahl der Gestorbenen stieg seit Beginn der Pandemie in Italien am 20. Februar auf insgesamt 30.739, jene der aktiv Infizierten fiel von 83.324 auf 82.488, teilte der italienische Zivilschutz mit.

Knapp 50 Prozent der Neuinfizierten hat die Lombardei

In den vergangenen 24 Stunden gab es 744 positive Abstriche, 364 davon in der Lombardei, was einem Prozentsatz von 48,9 Prozent aller Neuinfizierten in Italien entspricht. 111 neu Fälle gab es im Piemont, 80 in der Emilia Romagna, 19 im Veneto, 13 in der Toskana, 44 in Ligurien und 25 im Latium. Wie berichtet waren es in Südtirol nur 3 Neuinfizierte.

Keine neuen Todesfälle gab es in Molise, in der Basilikata, in Aosta, Sardinien, Umbrien und Südtirol.

13.539 Covid-19-Erkrankte liegen derzeit noch in Italiens Spitälern. Die Zahl der Kranken auf den Intensivstationen sank erstmals seit dem 10. März unter die 1.000er-Schwelle auf 999. An den dramatischsten Tagen mussten über 4000 Menschen italienweit intensivmedizinisch betreut werden.

In Heimisolation befinden sich noch 67.950 Personen. Die Zahl der Genesenen stieg auf 106.587.

Situation in der Lombardei

In der Lombardei, dem Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs in Italien, überschritt die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Epidemie die 15.000-Marke. Innerhalb von 24 Stunden wurden 68 Tote gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der in der Region Gestorbenen auf 15.054. Die Zahl der aktuell Infizierten lag in der gesamten Region bei 30.411. 5.397 Covid-19-Patienten befanden sich noch in lombardischen Spitälern, 341 davon auf Intensivstationen.

Grünes Licht für Antikörpertests an 150.000 Personen

Nachdem die Regierung grünes Licht für Antikörper-Tests an 150.000 Personen in Italien gegeben hat, haben die lokalen Gesundheitsbehörden begonnen, telefonischen Kontakt zu Menschen aufzunehmen, die sich freiwillig das Blut abnehmen lassen wollen. Beim Roten Kreuz wurde ein Call Center für Anrufe von Personen eingerichtet, die sich dem Test unterziehen wollen.

Behinderten oder älteren Patienten kann das Blut zu Hause abgenommen werden. Zu den Personen, die sich den Tests unterziehen sollen, zählen auch Piloten und Flugpersonal. Der Test wurde geschaffen, um zu bestimmen, ob ein Patient einer SARS-CoV-2-Infektion ausgesetzt war und ob er Antikörper gegen das Virus entwickelt hat. Der Antikörpertest soll eine sehr hohe Genauigkeit aufweisen.

apa