Sonntag, 03. Mai 2020

Italien befürchtet mit „Phase 2“ mehr Kriminalität

Die italienischen Sicherheitskräfte befürchten ein Wiederaufflammen der Kriminalität infolge des Ende des Lockdowns am Montag.

Mit Phase 2 in Italien befürchten die Sicherheitskräfte ein Wiederaufflammen der Kriminalität.
Mit Phase 2 in Italien befürchten die Sicherheitskräfte ein Wiederaufflammen der Kriminalität. - Foto: © shutterstock
Erwartet wird eine Zunahme der Kleinkriminalität wegen der sozialen Probleme, die nach der fast zweimonatigen Quarantäne entstehen werden. Befürchtet wird angesichts der Krise auch das Eindringen der Mafia in die legale Wirtschaft.

In einem Schreiben an die Präfekten warnte Polizeichef Franco Gabrielli, dass mit mehr Bewegungsfreiheit zu Beginn der „Phase 2“ am Montag die Kleinkriminalität wieder zunehmen könnte. Gruppen könnten die sozialen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Land zu Protesten auf den Straßen nutzen.

Die seit dem 11. März andauernden Quarantäne in Italien hat sich bisher positiv auf die öffentliche Sicherheit ausgewirkt. Vom 1. bis zum 31. März wurde ein 66,6-prozentiger Rückgang bei der Verbrechenszahl gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 gemeldet, teilte das Innenministerium in Rom mit. 203.723 Verbrechen wurden noch im März 2019 registriert, im Vergleichsmonat 2020 waren es nur 68.069.

Über 12 Millionen Personen haben die italienischen Sicherheitskräfte seit dem 11. März zur Einhaltung der Ausgangssperre kontrolliert. Kontrolliert wurden auch fast fünf Millionen Geschäfte und Betriebe.

Dabei waren 59.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, teilte das Innenministerium mit. Etwa 3,6 Prozent der Kontrollierten wurden bestraft.

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apa

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