Montag, 11. September 2017

„Italien braucht neue Gesetze gegen Korruption“

Aus Sicht des italienischen Anti-Mafia-Priesters Luigi Ciotti (72) sind zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität in Italien dringend neue Anti-Korruptionsgesetze nötig.

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Sie sei dermaßen mit politischer und finanzieller Kriminalität vermischt, „dass wir nur mit neuen Mitteln den Knoten von Mafia und Korruption zerschlagen können“, sagte Ciotti laut Medienbericht.

Der Geistliche ist Gründer des Dachverbands „Libera“, der gegen die Mafia kämpft. Ciotti verlangte im Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Stampa“ (Montagausgabe) außerdem eine bessere Verwaltung jener Güter, die der Staat von der Mafia konfisziert hat. Damit sie schnell der Öffentlichkeit zu Gute kommen, seien „einschneidende soziale und politische Maßnahmen“ nötig.

Nach Informationen der „Stampa“ wird derzeit in Italien nur ein Bruchteil der 23.000 konfiszierten Mafia-Immobilien richtig verwendet. Die Organisation „Fondazione con il Sud“ (Stiftung für den Süden) geht laut Kathpress von maximal 1.000 Gebäuden aus, die wieder korrekt genutzt werden.

Weil in Italien sowohl für Migranten und Flüchtlinge wie für Italiener viele Wohnungen fehlen, wird derzeit über die Nutzung beschlagnahmter Immobilien diskutiert.

apa

stol