Diese Zahlen hat das Landesstatistikamt Astat am Mittwoch bekanntgegeben: Nach und nach werden die Ergebnisse der Volkszählung offengelegt.Nach der Sprachgruppenerhebung wirft das Astat nun einen genaueren Blick auf die Zusammensetzung der Südtiroler Wohnbevölkerung.Was gibt es Neues im Land?Zum Stichtag der Volkszählung am 9. Oktober 2011 hatten 505.067 Personen ihren ständigen Wohnsitz in Südtirol: 256.546 Frauen und 248.521 Männer. Im Vergleich zum Jahr 2001 hat die Wohnbevölkerung damit um 9,1 Prozent (42.068 Personen) zugenommen.Unterland-Überetsch: Größte Zunahme der WohnbevölkerungUnd zwar in allen Bezirksgemeinschaften: Am stärksten angestiegen ist die Einwohnerzahl in der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Südtiroler Unterland (plus 12,1 Prozent). In der Landeshauptstadt, in der 102.896 Personen gezählt wurden, wuchs in diesen Zeitraum die Bevölkerung um 8,3 Prozent.Zahl der Ausländer verdreifachtDie Zahl der Ausländer hat sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdreifacht: 39.452 Personen mit Migrationshintergrund haben mittlerweile ihren ständigen Wohnsitz in Südtirol. Das sind ein Prozent aller in Italien lebenden Ausländer und 7,8 Prozent der in Südtirol lebenden Bevölkerung.Damit liegt der Ausländeranteil auf Landesebene 1,5 Prozentpunkte über dem staatlichen Durchschnitt von 6,3 Prozent. Verglichen mit der Volkszählung 2001 ist die Anzahl der in Südtirol lebenden Ausländer um 175 Prozent gestiegen.204.700 Haushalte in SüdtirolInteressant ist auch der Blick auf die Haushalte: Diese haben im Vergleich zum Jahr 2001 um 17,7 Prozent zugenommen. Das heißt: In Südtirol gibt es mittlerweile insgesamt 204.700 Haushalte. Die durchschnittliche Haushaltsgröße ist auf 2,4 Personen pro Haushalt gesunken.Andrian und Kuens als Wohnort beliebtWährend Andrian und Kuens bevölkerungsmäßig zu den Gewinner-Gemeinden zählen, kämpfen Stilfs und Proveis gegen die Abwanderung.In Andrian hat die Bevölkerung in den vergangenen zehn Jahren um 30,4 Prozent zugelegt, in Kuens um 29,9 Prozent, gefolgt von Plaus (plus 26,9 Prozent), Burgstall (plus 22,9 Prozent) und Gargazon (plus 22 Prozent).Stilfs und Proveis traurige SpitzenreiterEin deutlich anderes Bild präsentiert sich in Stilfs und in Proveis: Dort lebten 2011 um 9,2 Prozent bzw. um 7,3 Prozent weniger Menschen als 2001.Insgesamt hat die Bevölkerung in 38 Gemeinden, also knapp einem Drittel aller Südtiroler Gemeinden, zwischen fünf und zehn Prozent zugenommen.Nur in 13 Gemeinden hat die Wohnbevölkerung einen Rückgang verzeichnet: Stilfs (-9,2 Prozent) und Proveis (-7,3 Prozent) sind Spitzenreiter.Gsies und Mühlwald: Die beiden Gemeinden mit den größten HaushaltenGsies und Mühlwald sind die beiden Gemeinden mit den größten Haushalten: In Gsies wohnen durchschnittlich 3,3 Personen in einem Haushalt, in Mühlwald sind es 3,2 Haushaltsmitglieder.Die kleinsten Haushalte finden sich in Meran (2,1), in Bozen und in Altrei (jeweils 2,2 Prozent).stol