Freitag, 27. August 2021

Italien ergreift Notstandsmaßnahmen für von Bränden betroffene Regionen

Die italienische Regierung hat am Donnerstag Notstandsmaßnahmen für die süditalienischen Regionen ergriffen, die in den vergangenen Wochen von schweren Bränden heimgesucht wurden.

Waldbrände auf Sizilien und Sardinien hielten zahlreiche Einsatzkräfte auf Trab.
Waldbrände auf Sizilien und Sardinien hielten zahlreiche Einsatzkräfte auf Trab. - Foto: © ANSA / LUCA ZENNARO
Von den Maßnahmen sollen die Inseln Sizilien und Sardinien, sowie die Regionen Kalabrien und Molise profitieren, wurde bei einer Ministerratsitzung beschlossen.

Entschädigungen sind für Familien und Unternehmen vorgesehen. „Die Regierung arbeitet auch an strengeren Maßnahmen gegen Brandstifter“, kündigte Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli an.

Seit Anfang des Jahres sind mehr als 158.000 Hektar Wald in Italien in Flammen aufgegangen. Dies entspricht einer so großen Fläche wie die Städte Rom, Neapel und Mailand zusammen.

Die Daten wurden vom Europäischen Waldbrandinformationssystem (Effis), das seit 2008 Informationen über Brände liefert, für die EU veröffentlicht.

Was die Waldbrände anbelangt, so sind allein in Sizilien seit Anfang 2021 über 78.000 Hektar verbrannt, was 3,05 Prozent der Fläche der Region entspricht.

Auf Sardinien brannten 20.000 Hektar, was die Evakuierung von Hunderten von Menschen zur Folge hatte.

apa