Sonntag, 04. April 2021

Italien ganz in rot : Verlassene Städte und verschärfte Kontrollen über Ostern

Verlassene Strände, Städte ohne Verkehr und niemand, der zu Fuß die Denkmäler bewundert, Osterausflüge werden abgesagt: Zum zweiten Mal fällt Ostern in Italien ohne Ausflüge und Familientreffen aus.

Flächendeckende Polizeikontrollen über Ostern.
Flächendeckende Polizeikontrollen über Ostern. - Foto: © ANSA / CESARE ABBATE
Italien ist rot, um die Pandemie einzudämmen. In einigen Gebieten gelten noch strengere Maßnahmen. Außerdem kommt es über die Osterfeiertage zu flächendeckenden Polizeikontrollen. 70.000 Ordnungshüter sind im Einsatz und intensivieren die Kontrollen dabei vor allem in Ausfallstraßen, Parks und Stränden.



Kampanien, Apulien und Ligurien haben ein Verbot für den Zugang zu Zweitwohnungen für Residenten und Nichtresidenten erlassen. Für Nichtanwohner gilt das Verbot auch in Piemont, Aostatal, Südtirol, Trentino, Toskana, Marken, Kalabrien und Sardinien. Und auf die Insel - wie auch auf Sizilien - kommt man nur mit einem negativen Abstrich, der 48 Stunden vor der Ankunft durchgeführt werden muss. Im Piemont werden die Supermärkte geschlossen sein, ebenso wie alle Geschäfte in der Toskana (Ausnahmen für Kioske, Apotheken und Hauslieferungen), während in Sizilien die Supermärkte am 4. und 5. April geschlossen sein könnten, obwohl es keine Verordnung gibt, die dies vorschreibt, sondern als Folge des Streiks der Arbeiter in großen Einzelhandelsunternehmen.



Scharfe Kontrollen in Rom


An der Küste Roms werden Polizei und Freiwillige vor Ort sein, um die Zufahrtswege zu den Stränden, eventuelle Versammlungssituationen und die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren, und auch Geschäfte, Strände, Pinienwälder und öffentliche Parks überprüfen. Die gleichen Maßnahmen werden auf dem Gebiet von Catanzaro ergriffen, wo die Strandpromenade und die Pinienwälder gesperrt werden und wo Spaziergänge beispielsweise verboten sind. Grünanlagen werden auch in Pescara, Matera und mehreren Städten in der Toskana geschlossen, während Ligurien die Rückkehr in Zweitwohnungen und die Benutzung von Booten zu Ostern verboten hat. Und in Sardinien - eine der Regionen mit den niedrigsten epidemiologischen Daten - ist Pula, ein bekannter Touristenort im Südwesten, in die rote Zone eingetreten.



Toskana : Mehrere Städte blockiert

Auch in der Toskana gelten strengere Maßnahmen: In Capalbio wird der Zugang zu den Sandstränden auf dem gesamten Gebiet verboten, Zweitwohnungen werden kontrolliert, es wird verboten, an die Küste zu gehen und aus diesem Grund werden die Eingänge zu den Stränden blockiert. In Massa ist es bis zum 7. April verboten, die öffentlichen Parks, die Seebrücke und die Strände zu betreten. In Campobasso, Molise, werden die Kontrollen vor allem in den Bereichen verstärkt, in denen normalerweise ein größerer Touristenstrom herrscht und in denen normalerweise zahlreiche Rückkehrer von außerhalb der Region zu den Feiertagen zu verzeichnen sind.

ansa/jot