Montag, 23. März 2020

Italien hofft auf Rückgang der Infektionen

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und der Infizierten in Italien ist am Montag erneut angestiegen, allerdings langsamer als in den vergangenen Tagen.

Italien hofft auf eine Trendumkehr.
Italien hofft auf eine Trendumkehr. - Foto: © ANSA / Paolo Salmoirago
602 mehr Todesopfer als am Vortag wurden am Montag gemeldet. Der Zuwachs ist niedriger als am Sonntag, als die Zahl der Todesopfer um 651 gestiegen war. Die Bilanz der

Todesopfer überschritt somit die 6000-Marke und stieg auf 6077.
Die Zahl der Infizierten kletterte von 46.638 auf 50.418, das sind 3780 mehr als am Sonntag, teilte der Zivilschutz in Rom am Montag mit.

Auch die Zahl der neu angesteckten Personen wuchs etwas langsamer als in den vergangenen Tagen. 3204 Personen befinden sich auf der Intensivstation, das sind 6 Prozent aller Infizierten. 7432 Patienten sind inzwischen genesen. Italien ist das weltweit am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffene Land.

In der Lombardei, der innerhalb des Landes am stärksten betroffenen Region, wurden um 320 Todesopfer mehr verzeichnet (insgesamt 3456). Am Samstag war die lombardische Bilanz noch um 546 zusätzliche Toten an einem einzigen Tag gestiegen. Die Zahl der Infizierten in der Lombardei wuchs von 17.885 auf 18.919. 80 neue Infektionsfälle wurden in der schwer betroffene Stadt Bergamo gemeldet.

Als positiv betrachten die Gesundheitsbehörden, dass die Zahlen in der Millionenmetropole Mailand am Montag zum 2. Tag in Folge etwas weniger als am Tag zuvor gestiegen sind. „Das ist die Zeit, um uns noch mehr anzustrengen, um die Zahl der neuen Infektionen weiterhin einzugrenzen, wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, sagte der lombardische Gesundheitsbeauftragte Giulio Gallera. Er warnte jedoch vor allzu großem Optimismus. „Es reicht nicht aus, 2 Tage eine Verlangsamung der Ansteckung zu sehen, um zu sagen, dass alles in Ordnung ist“, sagte Gallera.

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apa