Drenchia (Provinz Udine) gilt nicht nur als kleinste Gemeinde in Friaul-Julisch Venetien, sondern auch als trauriges Symbol des demografischen Winters in der Region. <BR /><BR />Wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Zeitung „Il Piccolo“ berichtet, wurde dort die letzte Geburt im Jahr 2015 registriert – vor mittlerweile zehn Jahren.<h3> Bevölkerung um 92 Prozent zurück gegangen</h3>Das Bergdorf an der Grenze zu Slowenien ist seit Jahrzehnten von Abwanderung betroffen. In den 1980er-Jahren lebten noch mehr als 1.100 Menschen in Drenchia, heute sind es nur noch 89. <BR /><BR />Das Kind, das 2015 geboren wurde, wohnt längst nicht mehr im Ort. Der jüngste Einwohner ist derzeit 14 Jahre alt, unter 40-Jährige gibt es nur acht. Mehr als die Hälfte der Bewohner ist über 65.<BR /><BR />Doch Drenchia ist kein Einzelfall. Laut Il Piccolo haben heuer bereits neun Ortschaften im Friaul-Julisch Venetien keine einzige Geburt verzeichnet, manche seit fünf Jahren nicht mehr. Andere Gemeinden kämpfen mit einem Rückgang von bis zu zehn Prozent der Bevölkerung.<h3> Bevölkerung in Friaul-Julisch Venetien geht deutlich zurück</h3>Auch auf regionaler Ebene zeigt sich das Problem in aller Schärfe: Nach Istat-Daten gab es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 nur 2.563 Geburten in Friaul-Julisch Venetien – rund 300 weniger als im selben Zeitraum 2024. Gleichzeitig starben 6.239 Menschen. Schon 2024 hatte die Region mit 6.885 Neugeborenen einen historischen Tiefstand erreicht. Alles deutet darauf hin, dass 2025 das 18. Jahr in Folge mit rückläufigen Geburten wird.<BR /><BR />Einen leichten Puffer liefert lediglich die Zuwanderung: Zwischen Jänner und Mai 2025 wuchs die Zahl der Einwohner durch Migration um knapp 3.300 Personen. Dadurch schrumpfte die Gesamtbevölkerung nur um 424 Menschen.