Freitag, 08. Dezember 2017

Italien: Mutter tötet ihre beiden Kinder

Zu einer schrecklichen Tragödie ist es am Donnerstag in der Lombardei gekommen. Eine 39-jährige Frau aus Suzzara in der Gegend von Mantua hat ihre beiden kleinen Kinder getötet, berichtet die Online-Ausgabe von La Repubblica.

In dem Auto wurde der leblose Körper des 5-jährigen Jungen gefunden. Im kleinen Bild. Facebookfoto der mutmaßlichen Täterin. - Foto: Ansa
In dem Auto wurde der leblose Körper des 5-jährigen Jungen gefunden. Im kleinen Bild. Facebookfoto der mutmaßlichen Täterin. - Foto: Ansa

Ein Hirte entdeckte am Donnerstagabend bei einem Spaziergang am Ufer des Po in der Nähe der Ortschaft Luzzara ein Auto. Als er den Wagen näher inspizierte, machte er einen furchtbaren Fund. Im Wagen lag der leblose Körper eines kleinen Jungen , daneben eine blutüberströmte, völlig verwirrt wirkende Frau. Sofort alarmierte er die Rettungskräfte.

Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Frau um die 38-jährige Antonella Barbieri aus Suzzara handelt, bei dem Buben, dem tödliche Messerstiche zugefügt wurden, um ihren 5-jährigen Sohn. Die Frau, die sich mit demselben Messer in den Bauch gestochen hatte, das sie auch als Waffe gegen ihren Sohn richtete, und sich vermutlich selbst töten wollte, wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. 

Tochter ebenfalls tot

Die sofort eingeleiteten Ermittlungen ergaben, dass die Frau noch ein weiteres Kind hat. Die Beamten, die die schlimmsten Befürchtungen hatten, begaben sich unverzüglich zu dem nahe gelegenen Wohnort der Familie in Suzzara, der sich nur etwa 10 Autominuten entfernt vom Fundort des Fahrzeugs befindet. Dort fanden sie schließlich auch den leblosen Körper ihrer 2-jährigen Tochter. Die Frau hatte das kleine Kind erstickt.

Die Beamten informierten den Mann der mutmaßlichen Täterin, beziehungsweise den Vater der beiden getöteten Kinder. Er befand sich zum Tatzeitpunkt bei der Arbeit. Er ist Chef eines Familienunternehmens und war früher ein bekannter Rugby-Spieler. 

Die Ermittlungen zu der Dynamik der Taten laufen. Was die Frau zu der Wahnsinns-Tat getrieben hat, ist noch unklar. Die Frau befand sich aber wegen psychischer Probleme seit längerer Zeit in Behandlung. 

stol/vvs

stol