<BR />Für die Untersuchung beantworteten Fahrer, die ihren Führerschein seit mindestens fünf Jahren besitzen, 20 offizielle Prüfungsfragen aus dem Fragenkatalog des italienischen Verkehrsministeriums. Im Durchschnitt wurden lediglich 15 der 20 Fragen richtig beantwortet. Zum Bestehen wären höchstens zwei Fehler zulässig gewesen.<BR /><BR />Besonders häufig scheiterten die Teilnehmer an Fragen zur Verkehrszeichenkunde und zur richtigen Einschätzung von Verkehrssituationen. Die Studie unterstreicht nach Angaben der Autoren, dass sich Verkehrsregeln und Vorschriften im Laufe der Zeit verändern und viele Autofahrer ihr Wissen nicht regelmäßig auffrischen.<BR /><BR />Regional schnitten Teilnehmer aus Trentino-Südtirol mit einer Erfolgsquote von zwölf Prozent am besten ab, gefolgt von den Abruzzen<BR />(11,9 Prozent) und Umbrien (11,7 Prozent). Die niedrigsten Bestehensquoten verzeichneten Kalabrien (3,9 Prozent), die Marken (4,1 Prozent) sowie Sardinien und Sizilien (je 5,3 Prozent).<BR /><BR />Auch die offiziellen Zahlen des italienischen Infrastruktur- und Verkehrsministeriums zeigen, dass der Erwerb des Führerscheins anspruchsvoller geworden ist. Im Jahr 2025 legten rund 920.000 Menschen die theoretische Prüfung für den Führerschein der Klasse B ab. Rund 40 Prozent bestanden den Test nicht. Die höchsten Durchfallquoten wurden in Trentino-Südtirol (43,7 Prozent), Ligurien, Latium und Molise (je 43,4 Prozent) sowie in der Toskana (43,1 Prozent) registriert.<BR /><BR />Nach Einschätzung von Fahrlehrern bereitet auch die praktische Prüfung vielen Fahrschülern Schwierigkeiten. Fehler passieren vor allem an Kreuzungen, im Kreisverkehr, beim Spurwechsel sowie beim Ein- und Ausparken. Zudem spielen Stress und Prüfungsangst eine wichtige Rolle. <BR /><BR />Nach einer Umfrage unter italienischen Fahrschulen sehen 86 Prozent der Befragten die Nervosität der Kandidaten als wesentlichen Einflussfaktor auf das Prüfungsergebnis.