Dienstag, 08. September 2020

Italien: Nur jeder 4. Lehrer ließ sich testen

Angesichts des Unterrichtsstarts am 14. September macht die italienische Regierung Druck auf das Lehrerpersonal, damit es sich den freiwilligen Antikörper-Tests unterzieht. Das bisherige Verhalten der Lehrer-Körperschaft lag jedoch hinter den Erwartungen der Regierung, denn bisher ließ sich lediglich jeder 4. Lehrer testen, was deutlich unter den Erwartungen der Behörden lag.

Nur jeder 4. Lehrer ließ sich testen.
Nur jeder 4. Lehrer ließ sich testen. - Foto: © shutterstock
2 Millionen Tests wurden dem Schulbereich zugewiesen. Die ursprünglich am gestrigen Montag geplante Frist für diese Tests wurde daher bis auf kommende Woche verlängert. Dabei hatten die Gesundheitsbehörden das Schulpersonal wiederholt aufgefordert, sich den Tests zu unterziehen. Nach 3 Monaten Lockdown und 3 Monaten Sommerpause kehrten Südtirols Schüler wieder zurück in die Klassenzimmer.

Tracking-App „Immuni“ hat wenig Erfolg

Auch die Tracking-App „Immuni“ zur Lokalisierung von Kontakten mit positiv auf Coronavirus getesteten Personen hat in Italien wenig Erfolg. Lediglich 5 Millionen Italiener haben seit Anfang Juni die Anwendung heruntergeladen. Auch dies liegt deutlich unter den Erwartungen der Regierung.

Die kostenlose App, die von einem Mailänder Unternehmen im Auftrag der Regierung entwickelt wurde, soll Bürgern einen Hinweis senden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. In Italien hat „Immuni“ viele Diskussionen und Bedenken in Sachen Datenschutzbestimmungen ausgelöst. Diese versucht die Regierung zu zerstreuen.

apa/stol

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