Donnerstag, 19. März 2020

Ausgangssperre: Mobiltelefone der Bürger werden überwacht

Um sich während der Coronakrise ein Bild über die Befolgung der verhängten Ausgangssperren zu machen, nutzt Italien auch die Daten von Mobiltelefonen.

Anhand der Handy-Daten soll die Befolgung der Ausgangssperre in Italien überprüft werden.
Anhand der Handy-Daten soll die Befolgung der Ausgangssperre in Italien überprüft werden. - Foto: © Paul Hanaoka/Unsplash
Die Daten kämen von Mobilfunkbetreibern, jedoch ohne die privaten Angaben der Nutzer.

„Niemand kontrolliert das im Stil von Big Brother“, versicherte Gallera. Die italienische Regierung erwägt weitere Maßnahmen, damit die Menschen wirklich nur noch in dringendsten Fällen nach draußen gehen.



Bisher machen einige immer noch Spaziergänge oder joggen – was eigentlich vermieden werden soll

Seit die Ausgangssperre in Kraft ist – also dem 10. März -, wurden nach Angaben des Innenministeriums mehr als eine Millionen Menschen kontrolliert. Rund 45.000 seien wegen Nichtbeachtung der Regeln angezeigt worden.

In der Lombardei liegen die Metropole Mailand und die heftig von der Krankheit Covid-19 betroffene Zone um Bergamo. Die Region verzeichnet rund die Hälfte der mehr als 30.000 Coronavirus-Fälle, die in Italien offiziell erfasst wurden.

Bis Donnerstagvormittag wurden in Italien fast 29.000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Fast 3000 Personen sind dem Virus erlegen, mehr als 4000 wurden bereits geheilt.

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apa/liz

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