Mittwoch, 31. März 2021

Italien plant „rechtliches Schutzschild“ für Ärzte

Italien plant ein „rechtliches Schutzschild“ für Ärzte und Krankenpfleger im Zusammenhang mit Impfreaktionen. Die Forderung kam von der Ärztekammer, nachdem die Justiz Ermittlungen gegen Mediziner wegen des Todes von Patienten nach einer AstraZeneca-Impfung aufgenommen hatte.

Die Forderung kam von der Ärztekammer.
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Die Forderung kam von der Ärztekammer. - Foto: © APA/afp / OLI SCARFF
Das „rechtliche Schutzschild“ könnte in einer neuen Verordnung mit Maßnahmen für die Zeit nach Ostern eingebaut werden, die die Regierung um Premierminister Mario Draghi verabschieden will und vom Ministerrat derzeit diskutiert wird.

Italien plant auch die Einführung einer Vorschrift, die das Gesundheitspersonal zur Impfung zwingen soll. Damit will die Regierung der Impfverweigerung unter Mitarbeitern des Gesundheitswesens entgegenwirken, bestätigte Arbeitsminister Andrea Orlando am Mittwoch in Rom.

„Wir wollen verhindern, dass fragile Menschen mit Personen in Kontakt kommen, die sie anstecken könnten“, sagte Orlando. Die Impfung sei eine Pflicht für jeden, der im Gesundheitswesen arbeite.

Die italienische Regierung bemüht sich auch um Impfungen in Unternehmen. Kontakte zwischen der Regierung und den Sozialpartnern seien im Gange, um die Mindestbedingungen festzustellen, die Unternehmen erfüllen müssen, um als Impfstelle für ihre Mitarbeiter und deren Angehörigen zu dienen.


apa