Mittwoch, 25. August 2021

Italien prüft Verlängerung des Grünen Passes

Das italienische Gesundheitsministerium prüft die Möglichkeit einer Verlängerung des sogenannten Grünen Passes. Die Gültigkeit des Impfzertifikats, das nach der zweiten Dosis ausgestellt wird, soll von 9 Monate auf ein Jahr verlängert werden.

Die Gültigkeit des Grünen Passes soll von 9 auf 12 Monate verlängert werden.
Die Gültigkeit des Grünen Passes soll von 9 auf 12 Monate verlängert werden. - Foto: © ANSA / JESSICA PASQUALON / Z24
Damit soll verhindert werden, dass das Gesundheitspersonal, das bereits zu Jahresbeginn immunisiert wurde, seinen Grünen Pass verliert. In Italien wird inzwischen über eine dritte Dosis diskutiert.

„Es wird sicherlich zu einer dritten Dosis kommen. Aber zuerst müssen wir uns auf jene Personen konzentrieren, die noch keine erste Impfdosis erhalten haben“, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza. „Wir werden die dritte Runde bei den Schwächsten beginnen“, erklärte der Minister.

13 Prozent der italienischen Bevölkerung haben noch keine Immunisierung erhalten. Die Regierung von Premier Mario Draghi diskutiert die Möglichkeit der Einführung einer Impfpflicht, sollte bis Ende September die Herdenimmunität von 80 Prozent der geimpften Bevölkerung nicht erreicht werden.

Der für die Impfkampagne zuständige Regierungskommissar Francesco Figliuolo erachtet die Schwelle von 80 Prozent der geimpften Bevölkerung bis Ende September als erreichbares Ziel. Die Regierung will bis zum 30. September die im vergangenen Dezember begonnene Impfkampagne beenden.

„Wir hoffen, dass die Quote an Impfgegnern nicht mehr als 3 Prozent betragen wird. Wenn es mehr sind, droht das Immunisierungssystem in Schwierigkeiten zu geraten. Sollte die Herdenimmunität weniger als 80 Prozent betragen, müssten wir die Impfpflicht einführen“, sagte der Minister für die öffentliche Verwaltung Renato Brunetta laut Medienangaben.

apa