Dienstag, 17. März 2020

Italien rechnet bald mit Höhepunkt der Corona-Welle

In Italien rechnen viele Experten bei der Lungenkrankheit Covid-19 bald mit einem Höhepunkt der Ansteckungswelle. Auch nach einem sogenannten „Peak“ wird die Gesamtzahl der Infizierten zwar weiter steigen, aber nicht mehr so schnell.

Städte in Italien wirken wie ausgestorben.
Städte in Italien wirken wie ausgestorben. - Foto: © APA (AFP) / CARLO HERMANN
„Wir erwarten, dass es sich in den kommenden Tagen, bis Sonntag, zeigt, ob sich die Entwicklung verlangsamt“, sagte der für die Lombardei zuständige Koordinator Giulio Gallera am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa für seine Region.

In der norditalienischen Region war die Corona-Welle im Februar landesweit zuerst entdeckt worden. Sie ist mit über 15000 Infizierten (Montag) weiterhin am heftigsten betroffen und wurde am 8. März zum Sperrgebiet mit Ausgehverboten. Forscher in Italien sprechen von Ansteckungszeiten von rund zwei bis elf Tagen.

Der Virologe Roberto Burioni rechnete laut der Zeitung „Corriere della Sera“ vor, dass ein Verlangsamungseffekt wegen diverser Aspekte – wie der verzögerten Wirkung von Kontaktsperren – in der Statistik noch etwas länger auf sich warten lassen werde.

Ähnlich äußerten sich Experten der Universität von Genua in der „Repubblica“. Ihre Fachleute hätten den 25. März als möglichen Höhepunkt der Fallkurve ermittelt. Das alles gelte aber nur, wenn die Italiener sich strikt an die Vorgaben der Regierung zur sozialen Distanz halten würden.

Das ganze Land war am 11./12. März zum Sperrgebiet erklärt worden. Insgesamt sind rund 28000 Fälle bisher registriert.

dpa

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