Montag, 29. März 2021

Italien rechnet mit Johnson& Johnson-Impfstoff ab Mitte April

Italiens Behörden rechnen, dass die Johnson& Johnson-Vakzine ab dem 16. April eintreffen. Dies betonte der Regierungskommissar für den Coronavirus-Notstand, Francesco Paolo Figliuolo, laut Medienangaben. Damit hoffe man auch, die Impfkampagne zu beschleunigen.

Für Mitte April erwarte man den Johnosn&Johnson-Impfstoff.
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Für Mitte April erwarte man den Johnosn&Johnson-Impfstoff. - Foto: © APA/afp / FREDERIC J. BROWN
Anders als bei den bisher in der EU zugelassenen Impfstoffen muss das Johnson & Johnson-Produkt nicht zweimal appliziert werden. Für einen wirksamen Impfschutz genügt bereits eine Dosis.

Ein weiterer Vorteil der Vakzine von Johnson&Johnosn liegt darin, dass sie bei Temperaturen zwischen 2 und 8 Grad gelagert werden kann und damit einfacher zu transportieren ist als andere Impfstoffe. In Europa zugelassen und verimpft werden derzeit Dosen der Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneaca. Italien erwartet mehr als 50 Millionen Dosen im zweiten Quartal und über 80 Millionen im dritten Quartal.

Ab Herbst könnte außerdem die Produktion des italienischen Impfstoffes ReiThera beginnen.

Bis Ende März sollen über 500.000 Personen pro Tag geimpft werden. „Unser Ziel ist, dass bis Ende des Sommers jeder Italiener, der sich impfen lassen möchte, die Möglichkeit dazu hat“, erklärte Gesundheitsminister Roberto Speranza. Ab Ende April können sich die Menschen auch in Apotheken impfen lassen.

Impf-Fortschritt in Südtirol

Auch in Südtirol schreiten die Impfungen voran. Bisher (Stand vergangenen Freitag) wurden insgesamt 100.647 Dosen verabreicht, davon 68.221 Erstdosen und 32.426 Zweitdosen.

„Mit 79 Prozent Geimpften der 29.367 Über-80-Jährigen liegen wir italienweit an der Spitze“, sagte Landesrat Widmann. Derzeit wird die Gruppe der 75- bis 79-Jährigen geimpft. Auch von dem 21.346 Personen umfassenden Schul-, Kindergarten- und Universitätspersonal sind bereits 11. 257 (Über 52 Prozent) erstgeimpft. Seit Samstag wird die Gruppe der besonders gefährdeten Personen (Ultrafragili) geimpft. Dazu zählen in Südtirol 3600 Personen.

Ab Donnerstag werden außerdem Menschen mit schweren Beeinträchtigungen geimpft. Sie erhalten auf Grundlage des Gesetzes 104/1992, Art. 3, Komma 3 besondere Schutz- und Unterstützungsmaßnahmen.

Weitere Lieferung von 80.190 Impfdosen

Landesrat Widmann kündigte Lieferungen von insgesamt 80.190 Impfdosen an, die der Sanitätsbetrieb binnen 23. April erwarte. Mit diesen Impfdosen könnten dann fast alle Über-70-Jährigen geimpft werden. Der Landesrat betonte auch, dass in Südtirol die Impfkapazität, also Infrastruktur und Personal, vorhanden seien. Als Beispiel nannte er das Impfzentrum in Bozen Süd, wo bis zu 2500 Impfungen pro Tag möglich seien: „Das entspricht bei vollem Betrieb einer Gesamtkapazität von 15.000 Impfungen pro Woche nur in Bozen.“

Die wichtigsten Daten in Kürze

Nachfolgend werden die wichtigsten Zahlen (Stand: 25. März) zu den bereits durchgeführten Impfungen in Südtirol dargestellt.

Impfungen insgesamt

Verabreichte Impfdosen: 100.647
Erstdosis: 68.221
Zweitdosis: 32.426
abgeschlossene Impfzyklen: 47,50 Prozent

Impfungen nach Gruppen

Personen über 80 Jahre ohne Seniorenwohnheime
Diese Personengruppe umfasst: 29.367 Personen

Erstdosis: 21.068
Zweitdosis: 13.268
Warteliste: 0

Bewohner Seniorenwohnheime
geimpfte Heimbewohner: 2725

Schul-, Kindergarten- und Universitätspersonal
Diese Personengruppe umfasst: 21.346 Personen
Erstdosis: 11.257 (52,70 Prozent)

Mitarbeiter des Sanitätsbetriebes
Diese Personengruppe umfasst: 10.778 Personen
Erstdosis: 7782 Personen
Zweitdosis: 7250 Personen
Gesamt geimpfte Personen: 7782 (72,20 Prozent)
10,41 Prozent können wegen einer vorhergehenden Infektion zurzeit nicht geimpft werden.

Impfungen nach Impfstoff

Pfizer BioNTech
Erstdosis: 43.174
Zweitdosis: 31.111
abgeschlossene Impfzyklen: 72 Prozent

Moderna
Erstdosis: 2415
Zweitdosis: 1315
abgeschlossene Impfzyklen: 54,50 Prozent

AstraZeneca
Erstdosis: 22.632
Zweitdosis: 0
abgeschlossene Impfzyklen: 0 Prozent

Erwartete Lieferungen (29.März – 23. April)
Pfizer BioNTech: 44.460 Dosen
Moderna: 4.510 Dosen
AstraZeneca: 21.670 Dosen
Insgesamt: 70.640 Dosen


apa/stol