Die Verhängung von insgesamt 1.200 Tagen „unrechtmäßiger Festsetzung“ gegen Schiffe der „Justice Fleet“ sei ein politisch motivierter Schritt, kritisierte die NGO.<BR /><BR />Die italienischen Behörden verstießen gegen das Völkerrecht und verschärften den tödlichen Mangel an Rettungskapazitäten im Mittelmeer weiter, hieß es.<h3> Segelschiff hatte 71 Menschen im Mittelmeer gerettet</h3>Nachdem das neue Segelschiff von SOS Humanity während seines ersten Einsatzes zwischen dem 28. und 29. August 71 Menschen aus Seenot gerettet hatte, wurde es nach der Ausschiffung am 30. August von den italienischen Behörden mit einer vorläufigen Festsetzung daran gehindert, den zugewiesenen Hafen in Lampedusa zu verlassen. <BR /><BR />Die italienischen Behörden behaupten, die Besatzung habe es versäumt, eine Rettung unverzüglich der zuständigen Seenotrettungsleitstelle zu melden – eine Behauptung, die von SOS Humanity zurückgewiesen wird. Die Organisation versichert, der Kapitän habe die Behörden ordnungsgemäß und transparent über die Einsätze informiert.<BR />Dennoch bestätigten die italienischen Behörden am Montag die Festsetzung des Schiffes für 15 Tage. <BR /><BR />„SOS Humanity geht rechtlich gegen diese Maßnahme vor, die sie als absichtliche und unbegründete Behinderung ihrer Such- und Rettungsmaßnahmen ansieht“, hieß es in einer Mitteilung der NGO am Mittwoch.<BR /><BR />„Die Festsetzung unseres neuen Schiffes ist Teil der aggressiven Strategie, die zivilgesellschaftlichen Bemühungen zu bestrafen, welche sich für eine Ende des Sterbenlassens auf dem Mittelmeer einsetzen“, betonte Wasil Schauseil, Sprecher der „Justice Fleet“. Im November 2025 gründeten 13 Such- und Rettungsorganisationen das Bündnis, unterstützt von einem zivilgesellschaftlichen Netzwerk. Ihr Ziel ist es, Migrantinnen und Migranten in Seenot im Mittelmeer zu retten.<BR />mit/jog