Mit dem Plan soll die Zahl der Plätze in den Gefängnissen des Landes auf 80.000 erhöht werden. Derzeit sitzen 64.990 Sträflinge in den Gefängnissen. Das ist eine neue Rekordzahl. Sie liegt weit über den 43.327 Personen, für welche die Gefängnisse in Italien ausgelegt sind.Laut dem neu verabschiedeten Plan sollen neue Gefängnisse gebaut und alte renoviert und erweitert werden. Nicht gefährliche Häftlinge, die nur noch ein Jahr Haft absitzen müssen, sollen unter Hausarrest gestellt werden. Hinzu sollen zusätzlich 2.000 Gefängniswächter eingestellt werden, heißt es im Plan.Um das Problem zu bewältigen, will Rom auch die EU um Hilfe bitten. Brüssel solle endlich grünes Licht zur Abschiebung ausländischer Straftäter in deren Herkunftsländer geben, verlangte Justizminister Angiolino Alfano. Da mehr als 30 Prozent der Häftlinge Ausländer sind, habe Italien das Recht, sie abzuschieben, wie einige internationale Kooperationsverträge es vorsehen, erklärte er. Sollte die EU dies nicht genehmigen, sollte Brüssel den Bau neuer Strafanstalten finanzieren, verlangte der Minister.apa