Dienstag, 30. März 2021

Italien startet mit Impfungen in den Apotheken

Die italienische Regierung will ab Ende April Menschen auch in den Apotheken impfen lassen. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichnete Gesundheitsminister Roberto Speranza mit dem Pharmazeutenverband und den Regionen.

Ab Ende April soll auch in italienischen Apotheken gegen das Coronavirus geimpft werden.
Ab Ende April soll auch in italienischen Apotheken gegen das Coronavirus geimpft werden. - Foto: © dpa / Sven Hoppe
In den Apotheken dürfen lediglich Personen geimpft werden, die keine gesundheitlichen Probleme haben. Für jede gespritzte Dosis bekommen die Apotheken 6 Euro, so das Abkommen.

„Die flächendeckende Impfkampagne ist der Schlüssel, um dieser schwierigen Zeit ein Ende zu setzen. Mit den Impfungen in den Apotheken unternehmen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um die Kampagne zu beschleunigen“, betonte Speranza.

In Italien beteiligen sich Apotheken schon lange am Testen. Online können dort Termine etwa für Corona-Schnelltests vereinbart werden, die dann oft in einem Zelt oder Container vor der Apotheke erfolgen. Bisher gibt es laut Gesundheitsministerium landesweit rund 1990 Stellen, an denen geimpft wird.

Der für Corona zuständige Regierungskommissar Francesco Figliuolo bestätigte die Lieferung von etwa 3 Millionen Dosen bis Ostermontag. Jede Region habe ihre Pläne bei der Umsetzung der Impfkampagne, ihm sei wichtig, dass in kürzester Zeit so viele Menschen wie möglich geimpft werden.

Nach Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca kann Italien ab Mitte April mit einem weiteren Impfstoff rechnen. Laut Medienberichten wird der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson am 16. April mit seinen Lieferungen an Italien beginnen. Im zweiten Quartal werden mehr als 50 Millionen Dosen und im dritten Quartal über 80 Millionen erwartet. Ab Herbst könnte die Produktion des italienischen Impfstoffes ReiThera beginnen.

apa/stol