Samstag, 28. November 2020

Italien steht Weihnachten mit geschlossenen Restaurants bevor

Die italienische Regierung will die nächtliche Ausgangssperre bis Neujahr verlängern. Außerdem steht Italien ein Weihnachten mit geschlossenen Restaurants und Lokalen bevor.

Italiens Regierung arbeitet an einem neuen Corona-Dekret für die Weihnachtsfeiertage.
Italiens Regierung arbeitet an einem neuen Corona-Dekret für die Weihnachtsfeiertage. - Foto: © APA (Archiv/dpa) / Bernd Weissbrod
Die Anfang November in Kraft getretene Ausgangssperre von 22.00 bis 6.00 Uhr soll bis Ende der Feierlichkeiten verlängert werden, heißt es aus Regierungskreisen. Voraussichtlich müssen Restaurants am Weihnachtsfeiertag und am Stefanstag geschlossen bleiben.

Auch die Bewegungsfreiheit zwischen den Regionen soll weiter eingeschränkt bleiben.

Eine Verordnung mit den Anti-Covid-Auflagen für die Weihnachtszeit will die Regierung kommende Woche verabschieden. Wer ins Ausland reist, muss sich nach der Heimkehr einer Quarantäne unterziehen. Die Regierung will somit verhindern, dass Touristen im benachbarten Ausland, darunter in Österreich, einen Skiurlaub verbringen. Die Regierung will die Skipisten über die Weihnachtszeit geschlossen halten.

Italiens Außenminister Luigi Di Maio bezeichnet die Diskussion über ein Skirulaub-Verbot während der Weihnachtszeit unterdessen als „surreal“.

Außerdem gibt es Pläne, die eine Öffnung der Oberschulen im Jänner vorsehen. Unterrichtsministerin Lucia Azzolina dränge darauf, dass spätestens im neuen Jahr der Fernunterricht auf ein Minimum reduziert werden soll.

Nachdem die Maßnahmen in Italien zu greifen scheinen, lockert Rom die Auflagen in einigen Regionen: So beschloss sie am Freitag, dass die Lombardei, der Piemont und Kalabrien, die Anfang November zur „roten Zone“ erklärt wurden, ab Sonntag lockern dürfen. (STOL hat berichtet.)

apa/ansa/stol