Montag, 15. März 2021

Italien stoppt Verabreichung des AstraZeneca-Impfstoffes

Italien hat die Verabreichung des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca landesweit gestoppt. Das teilte die italienische Arzneimittel-Agentur Aifa am Montag mit.

Vorerst wird das Vakzin von AstraZeneca in Italien nicht mehr verimpft.
Vorerst wird das Vakzin von AstraZeneca in Italien nicht mehr verimpft. - Foto: © APA/afp / THOMAS KIENZLE
Die Verwendung werde vorsorglich und vorübergehend eingestellt, bis eine Entscheidung der Europäische Arzneimittelbehörde EMA vorliege, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Entscheidung fiel demnach im Einklang mit denen anderer Länder in Europa.

Auch Deutschland setzte Corona-Impfungen mit dem Präparat des britisch-schwedischen Herstellers vorsorglich aus, wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag mitteilte. Es verwies auf eine aktuelle Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts zu notwendigen weiteren Untersuchungen.

In Italien waren in der vergangenen Woche und am Wochenende Menschen gestorben, die zuvor mit dem Vakzin von AstraZeneca geimpft worden waren. Die Aifa hatte die Verwendung der betreffenden Chargen zunächst gestoppt. Italienweit 393.600 Dosen des AstraZeneca-Impfstoffes beschlagnahmt worden, wie die Carabinieri am Montag mitteilten.

Italienische Experten hatten das Corona-Vakzin zuletzt weiter für sicher befunden. Sie hatten auch betont, dass es zwar einen zeitlichen Zusammenhang zwischen den Impfungen und den Todesfällen gegeben habe, jedoch kein kausaler Zusammenhang nachgewiesen wurde.

dpa/stol