Freitag, 23. Juni 2017

Italien: Tragödie nach Stalking

Die Polizei hat am Donnerstag in einer Wohnung in Martinsicuro nahe Pescara die Leiche von Enrico Di Luca gefunden, der italienweit wegen der Ermordung einer Ärztin (53) in Teramo gesucht war.

Ester Pasqualoni hatte Enrico Di Luca bereits 2 Mal wegen Stalking angezeigt.
Ester Pasqualoni hatte Enrico Di Luca bereits 2 Mal wegen Stalking angezeigt. - Foto: © shutterstock

Der 69-Jährige, der die Onkologin Ester Pasqualoni jahrelang  verfolgt und bedroht hatte, nahm sich das Leben.

Di Luca soll Pasqualoni am Mittwoch vor dem Spital erstochen haben, in dem die geschiedene Mutter von 2 Kindern im Alter von 14 und 16 Jahren arbeitete. Danach flüchtete er mit seinem Auto. Am Donnerstag fand die Polizei den Wagen von Di Luca in Martinsicuro.

Danach wurde die Leiche des mutmaßlichen Täters entdeckt. Pasqualoni hatte Di Luca bereits 2 Mal wegen Stalking angezeigt.

Die Klage hatte jedoch nichts bewirkt. Pasqualoni hatte Di Luca vor Jahren kennengelernt, weil sie seinen Vater behandelt hatte. Der Mann hatte daraufhin begonnen, die Ärztin systematisch zu verfolgen.

„Er hat sich in ihr Leben eingeschlichen, er verfolgte und beobachtete sie. Er folgte ihr überallhin. Er war von Ester besessen, obwohl die beiden nie eine Beziehung gehabt hatten“, berichtete die Rechtsanwältin Caterina Longo, eine Freundin des Opfers.

Italiens Polizeichef Franco Gabrielli bezeichnete den Tod der Ärztin als „große Niederlage“ für die Sicherheitskräfte.

D/stol

stol