Die Entscheidung folgt auf Gespräche zwischen der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez am Rande des jüngsten EU-Gipfels. Diese hatten vereinbart, alternative Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Sicherheitsgewährleistung und der Steuerung von Migrationsbewegungen zu prüfen.<h3> Auslöser war die Ceuta-Krise</h3>Auslöser der Krise war Ende Juli eine Massenankunft von Menschen in der spanischen Nordafrika-Enklave Ceuta. Zwischen 70.000 und 80.000 Menschen sollen damals aus Marokko eingereist sein. <BR /><BR />Italien führte daraufhin am 1. August vorübergehende Kontrollen bei Flug- und Schiffsverbindungen aus Spanien für Reisende aus Drittstaaten ein. Rom begründete den Schritt mit Risiken für die innere Sicherheit und möglichen terroristischen Infiltrationen.<BR /><BR />Spanien reagierte am 8. August mit vergleichbaren Kontrollen für Reisende aus Italien und verwies auf den Migrationsdruck. Die zunächst befristeten Maßnahmen wurden anschließend mehrfach verlängert.