Montag, 02. September 2019

Italien verbietet Migranten von Bord zu gehen

Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat ein Verbot für das Anlegen des deutschen Rettungsschiffes „Alan Kurdi“ in Italien mit 13 Migranten an Bord unterzeichnet. Das bestätigte das italienische Innenministerium am Sonntag. Das Schiff, das die Migranten an Bord eines überladenen Holzbootes entdeckt hatte, befindet sich unweit der italienischen Insel Lampedusa.

Innenminister Matteo Salvini
Innenminister Matteo Salvini

Inzwischen warten weitere 34 Migranten an Bord des italienischen Schiffes „Mare Jonio“ den bereits vierten Tag auf eine Genehmigung zum Anlegen. 

Mehrere Prominente aus der italienischen Politik, der Kirche und der Kultur richteten Appelle an die Verantwortlichen. 

Das Schiff wartet weiterhin vor der Insel Lampedusa auf die Zuweisung eines Hafens.

Die Hilfsorganisation „Mediterranea Saving Humans“, Betreiberin des Schiffes, richtete wiederholt Appelle an die Regierung, die Migranten von Bord gehen zu lassen.

64 Migranten der „Mare Jonio“ waren in der Nacht auf Freitag nach Lampedusa gebracht worden. Frauen, Kranke und unbegleitete Minderjährige erhielten vom italienischen Innenministerium die Genehmigung, von Bord zu gehen.

Nun müssten auch die verbliebenen 34 Migranten schnellstmöglich an Land, forderte die Organisation. Die Situation an Bord sei prekär. Wegen Wasserknappheit befürchtet die Crew einen hygienischen Notstand.

Am Sonntag konnten weitere drei kranke Migranten das Rettungsschiff verlassen. Das Schiff verließen zwei Männer und eine Frau in prekärem Gesundheitszustand, hieß es.

apa

stol