Samstag, 27. Februar 2021

Italien verschärft Regeln – Sardinien wird hingegen erste „weiße Zone“

Ab Montag gelten neue Corona-Regelungen in Italien. Während in einigen Teilen Italiens die Regeln verschärft werden, könnte auf der Insel Sardinien etwas Normalität zurückkehren.

Auf der Trauminsel Sardinien könnte etwas Normalität zurückkehren.
Auf der Trauminsel Sardinien könnte etwas Normalität zurückkehren. - Foto: © shutterstock
Italien will ab Montag die Corona-Beschränkungen in einigen Teilen des Landes verschärfen. Für die süditalienischen Regionen Basilikata und Molise gelten dann ein Lockdown, in der Lombardei sowie den Marchen und dem Piemont die mittel-strengen Regeln der Orangen Zone. Dazu unterzeichnete Gesundheitsminister Roberto Speranza eine Verordnung, wie sein Ministerium am Samstag in Rom mitteilte. Südtirol bleibt hingegen bis zum 14. März im Lockdown. Wie berichtet, hat Landeshauptmann Arno Kompatscher am Freitag eine neue Corona-Verordnung unterzeichnet.

Sardinien wird „weiße Zone“

Dagegen könnte auf der Insel Sardinien etwas Normalität zurückkehren. Sie soll in die Weiße Zone fallen. Ursprünglich ist vorgesehen, dass dort alle Beschränkungen aus dem Corona-Dekret entfallen und stattdessen spezifische Regeln vereinbart werden. Dafür muss eine Region 3 Wochen lang einen Inzidenzwert von unter 50 Fällen je 100.000 Einwohner erreichen. Über die Modalitäten wird mit der Regierung Sardiniens noch verhandelt. Es wäre das erste Mal, dass eine Region in diese Kategorie fällt.

Unterdessen warten die Menschen weiter auf das neue Corona-Dekret der Regierung unter Ex-EZB-Chef Mario Draghi, das ab dem 6. März für einen Monat gelten soll. Kulturminister Dario Franceschini hatte am Freitag eine mögliche Öffnung von Kinos und Theatern ab dem 27. März in Aussicht gestellt (STOL hat berichtet). Man habe den Experten des Gesundheitsministeriums dafür zusätzliche Sicherheitsregeln vorgestellt. Der Wille sei, so früh wie möglich wieder zu öffnen, weil die Kultur „der wahre Motor der Erholung“ sei.

R-Wert liegt bei 0,99

Dem wöchentlichen Bericht zur Corona-Lage zufolge stieg der landesweite Inzidenzwert zuletzt auf 145 Fälle je 100.000 Einwohner im untersuchten Zeitraum vom 15. bis 21. Februar. Der sogenannte R-Wert blieb weiter bei 0,99. Experte Giovanni Rezza sprach von Infektionsherden an Schulen und brachte Schließungen ins Spiel. Die Behörden verzeichneten bisher insgesamt mehr als 2,8 Millionen Corona-Infektionen und über 97.000 Tote mit dem Virus.

apa/dpa/stol