Die größten Engpässe verzeichnen nach Angaben des Nationalen Blutspendezentrums derzeit die Regionen Latium, Kampanien und Sizilien. Die Lage wird dadurch verschärft, dass derzeit keine Region über ausreichende Reserven verfügt, um andere Landesteile im Rahmen eines überregionalen Ausgleichs zu unterstützen. <BR /><BR />Das Nationale Blutspendezentrum rief deshalb die freiwilligen Blutspendeorganisationen dazu auf, zusätzliche Spendetermine anzubieten und die Zahl der Blutspenden zu erhöhen. Das Zenzrum appellierte insbesondere an regelmäßige Spender der Blutgruppe 0+, sich mit den zuständigen Blutspendediensten in Verbindung zu setzen. <BR /><BR />Auch Menschen, die erstmals Blut oder Plasma spenden möchten, seien aufgerufen, sich an die zuständigen Stellen zu wenden.<BR />Italien kämpft regelmäßig mit Engpässen bei Blutspenden. Besonders in den Sommermonaten und nach der Urlaubszeit verschärft sich die Situation. Neben saisonalen Faktoren sehen Experten und Hilfsorganisationen auch strukturelle Ursachen. So spenden jüngere Menschen offenbar seltener als frühere Generationen. Gleichzeitig fehlt es nach Einschätzung von Fachleuten an Informationen über die Bedeutung von Blut- und insbesondere Plasmaspenden sowie deren Verwendung bei der Herstellung von Medikamenten.<BR /><BR />Während der Sommerferien geht die Zahl der Spenden zudem zurück, weil viele Menschen verreist sind. Gleichzeitig bleibt der Bedarf der Krankenhäuser an Blutkonserven hoch. Blut der Gruppe 0 wird in Kliniken besonders häufig benötigt. Rote Blutkörperchen dieser Blutgruppe können bei bestimmten Notfällen für viele Patienten eingesetzt werden und sind daher für die Notfallversorgung besonders wichtig. Menschen mit Blutgruppe 0 können bei der Transfusion roter Blutkörperchen dagegen grundsätzlich nur Blut der Gruppe 0 erhalten. <BR /><BR />Damit trifft eine hohe Nachfrage auf eine begrenzte und teilweise rückläufige Zahl von Spendern. Besonders während der Sommermonate kann dies zu erheblichen Engpässen bei der Versorgung mit Blutkonserven führen.