Samstag, 13. Mai 2017

Italien weist wieder Tunesier mit Kontakt zum Attentäter Amri aus

Italien hat wieder einen Tunesier ausgewiesen, der Kontakt mit dem islamistischen Berliner Attentäter Anis Amri gehabt haben soll.

Der 36-Jährige wurde wegen Gemeingefährlichkeit abgeschoben; das teilte das Innenministerium am Samstag in Rom mit.

Amri hatte im Dezember einen Lastwagen in eine Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin gesteuert und zwölf Menschen getötet. Die Ermittlungen in seinem Umfeld in Italien, wo er mehrere Jahre im Gefängnis gesessen hatte, brachten die italienischen Behörden auf die Spur des 36-Jährigen.

Der hatte Amri im Sommer 2015 eine italienische Sim-Karte besorgt und mit dem späteren Attentäter Kontakt gehalten, als dieser bereits in Deutschland wohnte. Der Tunesier habe auch mit anderen radikalisierten Personen zu tun gehabt.

Seit 2015 hat Italien bereits 174 mutmaßliche Extremisten abgeschoben.

dpa

stol