Sonntag, 14. März 2021

Italien will bis September 80 Prozent der Einwohner geimpft haben

Italien will bis September mindestens 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft haben. Das ist das Ziel eines nationalen Impfplans, den die Regierung in Rom am Samstag bekanntgab. Dazu sollen künftig pro Tag mindestes 500.000 Dosen verabreicht werden. Damit soll in Zukunft rund 3 Mal so viel pro Tag geimpft werden wie bisher (170.000).

Die Impfkampagne lief bisher in Italien eher schleppend.
Die Impfkampagne lief bisher in Italien eher schleppend. - Foto: © APA / EXPA/JOHANN GRODER
Wegen steigender Infektionszahlen gehen zahlreiche Regionen wie die Lombardei, Venetien, Latium oder die Emilia-Romagna ab Montag wieder in einen harten Lockdown. Schulen und Kitas schließen dann genauso in den sogenannten roten Zonen wie Geschäfte. Restaurants dürfen nur Speisen zum Mitnehmen verkaufen. Die Bewegungsfreiheit wird stark eingeschränkt. In Südtirol kommt es hingegen schrittweise zu Lockerungen.

Die Impfkampagne lief bisher wie in anderen europäischen Ländern eher schleppend. Bis jetzt wurden laut Regierung 7,9 Millionen Dosen geliefert. Diese Zahl werde sich innerhalb der nächsten 3 Wochen verdoppeln. Etwa 52 Millionen weitere Dosen werden bis Ende Juni erwartet, weitere 84 Millionen bis zum Herbst.

In Italien sind bisher mehr als 100.000 Menschen gestorben, die mit dem Virus infiziert waren. Am Samstag wurden in Italien 317 Todesopfer und über 26.000 Neuinfektionen gemeldet. Wie berichtet, wurden in Südtirol183 Personen neu auf das Coronavirus getestet.

dpa/ansa/stol