Donnerstag, 31. Dezember 2020

Italien will im Januar wieder mehr Schulen öffnen

Italien will ab 7. Januar die Schulen auch für ältere Schüler verstärkt wieder öffnen. Das bestätigte das Innenministerium in Rom am Donnerstag in einer Mitteilung. Trotz der Corona-Pandemie müsse ein sicherer Unterricht gewährleistet werden, hieß es.

Italien will nach Dreikönig den Präsenzunterricht verstärken.
Italien will nach Dreikönig den Präsenzunterricht verstärken. - Foto: © shutterstock
Die Verantwortlichen vor Ort und in der Regierung in Rom peilten an, dass zunächst 50 Prozent Präsenzunterricht erteilt werde. Dafür muss etwa der Schülertransport strenge Gesundheitsvorgaben erfüllen.

Für den Rest der Mädchen und Jungen bleibt es zunächst beim Online-Lernen. Rom hatte zuvor mehrfach von 75 Prozent Präsenzunterricht zum Start nach Neujahr gesprochen.

Italien hatte in der zweiten Corona-Welle im Herbst einen Großteil des direkten Unterrichts für ältere Schüler gestoppt. Kleinere Kinder durften vielerorts aber weiter in ihre Klassen. Allerdings waren die genauen Regeln je nach Region und Infektionslage sehr unterschiedlich.

Der Schulbesuch ist seit der ersten Virus-Welle in dem Mittelmeerland ein stark umstrittenes Thema. Im Frühjahr waren die Schulen und Universitäten geschlossen wurden. Sie machten erst nach der Sommerpause im September wieder auf. Der lange Stopp empörte viele Eltern.

Die Gesundheitsbehörden in dem 60-Millionen-Einwohner-Land registrierten am Mittwoch rund 16.200 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. In ihrem jüngsten, am Donnerstag vorgelegten Wochenreport für die Zeit vom 21. bis 27. Dezember verzeichneten die Experten in Italien binnen 7 Tagen bei den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) eine Zahl von knapp 135. In Deutschland liegt der Wert aktuell recht ähnlich.

apa