Samstag, 14. März 2020

Italien: 2795 Neuerkrankte und 175 Tote in 24 Stunden

Der Chef des italienischen Zivilschutzes, Angelo Borrelli, hat am Samstagabend zu den aktuellen Zahlen und Entwicklungen rund um die Coronakrise Stellung genommen. In den letzten 24 Stunden wurden 2795 Personen positiv getestet, 175 starben. Die Zahl der gesamten am Virus erkrankten Italiener hat demnach die Marke von 21.000 überschritten, die Zahl der Toten steigt auf 1.441.

2 Sanitäterinnen im Einsatz am Bahnhof von Messina.
2 Sanitäterinnen im Einsatz am Bahnhof von Messina. - Foto: © ANSA / CARMELO IMBESI
Insgesamt haben sich laut Borrelli 21.157 Menschen in Italien mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesopfer ist um 175 auf insgesamt 1.441 angestiegen. Im Vergleich zu gestern bedeutet das einen leichten Rückgang (am Freitag starben noch 250 Personen an den Folgen der Virusinfektion.

Einsatz rund um die Uhr

1.966 Personen haben sich von der Infektion wieder erholt, das entspricht einem leichten Zuwachs von 527 Geheilten im Vergleich zu den Entwicklungen vom Freitag.

Borelli bekräftigte auf der Pressekonferenz noch einmal den unermüdlichen Einsatz der Einsatzkräfte, man arbeite 24 Stunden am Tag.

Lombardei: 966 Todesopfer, 11.685 Infizierte

Die Lombardei, die von der Coronavirus-Epidemie am stärksten betroffenen Region, beklagt eine starke Zunahme bei der Zahl der Infektionsfälle und der Todesopfer.

Die Zahl der Todesopfer stieg auf 966, 76 mehr als am Freitag, teilten die regionalen Gesundheitsbehörden am Samstag mit. Unter den Opfer ist auch ein 47-jähriger Mitarbeiter der Notrufzentrale. Die Zahl der Infizierten kletterte um 1.865 auf 11.685.

4.898 Personen befinden sich im Krankenhaus in der Lombardei, 463 mehr als am Freitag. Auf der Intensivstationen liegen 732 Kranke, das sind 85 mehr als am Freitag.

„Wir laufen gegen die Zeit, um mehr Plätze auf der Intensivstation zu schaffen. Jeder Tag wird schwieriger“„, sagte der lombardische Gesundheitsbeauftragter Giulio Gallera. Es gebe keine Rettungswagen mehr, um Patienten in Krankenhäuser der Nachbarregionen zu bringen.

Wie berichtet, sind in Südtirol bisher 4 Menschen am oder mit dem Virus gestorben, 166 sind infiziert.

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stol