Dienstag, 21. März 2017

Italiener leben am längsten - dank gesunder Ernährung

„La vita é bella“, das Leben ist schön. Und lang - zumindest, wenn man Italiener ist. Das besagt eine am Montag veröffentlichte Studie des amerikanischen Medienunternehmens Bloomberg zur globalen Gesundheit.

Die Menschen in Italien leben am gesündesten, wie eine Bloomberg-Studie besagt.
Die Menschen in Italien leben am gesündesten, wie eine Bloomberg-Studie besagt. - Foto: © shutterstock

Die Studie nahm 163 Länder unter die Lupe. Das Ergebnis: Während ein in Italien geborenes Baby mit größter Wahrscheinlichkeit über 80 Jahre alt wird, erlebt ein in Sierra Leone geborenes Kind - knapp 4500 Kilometer vom Stiefelstaat entfernt - durchschnittlich gerade mal seinen 52. Geburtstag.

Ein Hoch auf die italienische Küche

Während Italien zu den am meisten entwickelten Ländern zählt, stagniert die Geburtenrate seit Jahrzehnten. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei über 40 Prozent, die Staatsverschuldung ist eine der höchsten der Welt.

Und trotzdem sind die Italiener weitaus besser in Form als etwa die US-Amerikaner, die Briten oder die Kanadier, die verstärkt an Bluthochdruck leiden, einen hohen Cholesterinwert haben und anfälliger für psychische Krankheiten sind. Zudem habe Italien laut Studie einen Überfluss an Ärzten. 

Doch noch wichtiger: Die italienische Küche ist schlichtweg gesund, gespickt mit Gemüse, frischem Obst, magerem Fleisch und mit nativem Olivenöl beträufelt. 

USA schneiden schlecht ab

Jedes im „Bloomberg Global Health Index“ erfasste Land wurde nach Lebenserwartung, Todesursachen und Gesundheitsrisiken wie etwa Bluthochdruck, Tabakkonsum, schlechte Ernährung oder Zugang zu frischem Wasser bewertet.

Hinter Italien auf Rang 1 liegen Island, die Schweiz, Singapur und Australien. Österreich schaffte es mit 86,34 Punkten von 100 auf Rang 12, Deutschland folgt nur wenigen Plätze dahinter auf Rang 16 mit 84,78 Punkten.

Die Industrieländer sind keineswegs vor Gefahren gefeit: So ist Fettleibigkeit ein großes Problem der entwickelten Staaten. Aus diesem Grund etwa schafften es die Vereinigten Staaten von Amerika lediglich auf Rang 34, mit einer Gesundheits-Bewertung von 73,05 von 100 möglichen Punkten.

Die USA zählen zu den „schwersten“ Nationen der Welt. Dabei führen die ärmeren Staaten - Louisiana, Mississippi, Alabama und West Virginia - die Tabelle an: Mehr als 35 Prozent der Bürger in diesen Staaten leiden an Fettleibigkeit.

stol/liz

stol