Montag, 04. November 2019

Italiener nach Tiger-Transport in Polen angeklagt

In Polen müssen sich 2 italienische Fahrer vor Gericht verantworten, weil sie 10 Tiger bei einem Transport quer durch Europa so schlecht versorgt haben sollen, dass eine der Raubkatzen starb.

10 Tiger  sollten von Italien nach Dagestan transportiert werden.
10 Tiger sollten von Italien nach Dagestan transportiert werden. - Foto: © APA/afp / ULRICH PERREY

Wie das Regionalgericht in Lublin am Montag mitteilte, wirft die Staatsanwaltschaft den beiden Fahrern Tierquälerei vor.

Ein Antrag der Staatsanwaltschaft auf Verhängung von Untersuchungshaft wurde von dem Gericht abgewiesen. Die beiden Fahrer erklärten sich für unschuldig.

Bereits am Donnerstag wurde von der Staatsanwaltschaft ein Russe wegen Tierquälerei angeklagt. Er soll den Transport der Tiger, der ursprünglich von Italien in die russische Republik Dagestan führen sollte, organisiert haben. Der Tiertransport wurde nach 4 Tagen an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland gestoppt, weil der weißrussische Zoll die Transportpapiere für unzureichend hielt. Einer der Tiger verendete, als der Transporter 4 Tage am Grenzposten Koroszczyn aufgehalten wurde. Die Raubkatzen hatten während des gesamten Transports nicht die Möglichkeit, ihre engen Käfige zu verlassen.

Die Tiger wurden inzwischen in polnischen Zoos untergebracht. Sie sollen nach einer Phase der Erholung in ein spezialisiertes Aufnahmezentrum in Spanien gebracht werden.

apa/afp