Samstag, 04. Dezember 2021

Italiener protestiert in Handschellen gegen Impfung – und lässt sich impfen

Ein Impfgegner hat am Samstag vor einer Impfstation in Venedig in Handschellen gegen die „Gesundheitsdiktatur“ in Italien protestiert, die ihn zur Impfung zwinge.

Der Impfgegner ließ sich impfen (Symbolfoto).
Der Impfgegner ließ sich impfen (Symbolfoto). - Foto: © shutterstock
Der Sanitäter, der von einigen Freunden unterstützt wurde, legte nach seinem Protest die Handschellen ab und ließ sich impfen. Als Mitarbeiter des Gesundheitswesens sei er gezwungen, sich impfen zu lassen. Es war seine erste Impfung, meinte der Mann weiter.

Für Sanitäter und für Mitarbeiter in Seniorenheimen gilt bereits seit Monaten eine Impfpflicht. Ab dem 15. Dezember wird eine Impfpflicht auch für Lehrer, Sicherheitskräfte und Militärs eingeführt.

Italien verschärft ab Montag noch einmal die Regeln für Ungeimpfte. Bereits seit August muss beim Aufenthalt in Restaurants, Museen, Kinos, Theatern und bei Sportveranstaltungen der „Green Pass“ vorgezeigt werden. Er gilt als Nachweis für eine überstandene Corona-Infektion, eine Impfung oder ein negatives Testergebnis. Ab 6. Dezember gilt in diesen Einrichtungen die 2G-Regel, dafür ist ein „Super Green Pass“ erforderlich.

Fast 85 Prozent der italienischen Bürger ab zwölf Jahren sind bereits vollständig geimpft. Auch Booster-Impfungen sind inzwischen für alle Erwachsenen in Italien verfügbar.

apa/mit/stol

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